Antifa Horgau http://antifahorgau.blogsport.de Das Beste an Horgau ist der Bus nach Augsburg. (frei nach Bert Brecht) Tue, 23 Apr 2013 21:41:50 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en „We con the World“ http://antifahorgau.blogsport.de/2010/06/04/we-con-the-world/ http://antifahorgau.blogsport.de/2010/06/04/we-con-the-world/#comments Fri, 04 Jun 2010 14:04:50 +0000 Bärbel Kurznotizen http://antifahorgau.blogsport.de/2010/06/04/we-con-the-world/ Dieses gut gemachte Lied stellt die inoffizielle Hymne der Organisation „Free Gaza“ dar. Viel Spaß mit dem Video. Der ironische Text in eglischer Sprache thematisiert genau die aktuelle Problematik der ganzen Kampagne, welche eben kein humanitäres Ziel hatte, sondern nur Israel vor der latent israelfeindlichen Weltöffentlichkeit negativ bloßstellen wollte.
Mehr Informationen zu der Propagandaschlacht bei der Jungle World.

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Das Spektakel der WM http://antifahorgau.blogsport.de/2010/06/03/das-spektakel-der-wm/ http://antifahorgau.blogsport.de/2010/06/03/das-spektakel-der-wm/#comments Thu, 03 Jun 2010 17:37:39 +0000 Bärbel Allgemein Aktuelles Kritik aus der großen weiten Welt http://antifahorgau.blogsport.de/2010/06/03/das-spektakel-der-wm/ Wiedermal scheinen wir alle mit dem WM-Fieber infiziert zu sein, denn König Fußball ist wieder Herr im Lande. Am 11.6. beginnt in Südafrika die erste Fussballweltmeisterschaft der Männer auf dem afrikanischem Kontinent. Selbstverständlich ist auch das nationale Team dieses Landes mit dabei und strotzt vor Selbstbewusstsein.
Ein eigentlich sehr interessanter Aspekt an diesem Sommerereignis ist, zu sehen, welche gesellschaftlichen Lager, von ihm so ergriffen werden. Diese Lager reichen von den grölenden Fussballfans aus den Fankurven deutscher Stadien bis hin zu den intellektuellen Vertretern des Bildungsbürgertums bzw. der deutschen Intelligenzia , welcher selber erkennt, dass ihre Begeisterung für diesen Sport eher infantiler Natur ist als rationelles Verhalten eines erwachsenen Individuums. Die Euphorie bringt diese Schicht wohl selber zum Schmunzeln. Doch sogar das linksradikale, tendenziell deutschlandfeindliche Lager partizipiert an dem Spektakel, obwohl es ihm weniger um das Anfeuern einer teilnehmenden Truppe dabei geht. Es analysiert die Weltmeisterschaft der Herren allgemein als ein Moment, welcher nationalistisches und sexistisches Gedankengut in negativster Weise produziert und schließlich zu Ausbrüchen rechtsextremer Gewalt führen kann, wie die Gruppe „Autonome Antifa Weilheim“1 mit der „Deutschland? Platzverweis!“-Kampagne2.
Inwieweit jene Analysen über das alle vier Jahre wiederkehrende Massenspektakel überhaupt zutreffend sind, wird im folgenden Text betrachtet werden. Dass Rechteextremismus ein Problem des Fussballs ist, hat der DFB bereits erkannt, weswegen sich viele Vereine von ihrer rechtsgerichteten Anhängerschaft politisch und öffentlich distanziert haben. Ähnlich wie bei den Hooligans, „wolle man mit diesen Chaoten nichts zu tun haben“, daher verhängen Fussballvereine Stadionverboten gegen Rechtsextreme, selbst wenn die Führung des jeweiligen Vereins innerlich mit den platten Parolen sympathisieren würde, wäre der ökonomisch Druck auf den Verein zu hoch. Clubs wie Hansa Rostock haben bundesweit ein schlechtes Image aufgrund ihrer zweifelhaften Anhängerschaft erworben.3
Rechtsextreme Fans werden wahrscheinlich auch während der Weltmeisterschaft in der Öffentlichkeit auftreten und sich unter das „Partyvolk“ mischen sowohl in der städtischen Fanmeile als auch der Premiere – Sportbar von nebenan, bei Orten des „public viewing“ eben. Immerhin spielt ihre Nation, in dem Fall die deutsche, bei dem gewaltigen Tunier mit. Wobei es natürlich zwei Problematiken gibt, welche a) nicht alle Spieler der Nationalmannschaft sind Deutsche, nach rechtradikalen Verständniss, einige sind sogar schwarz (zumindest in früheren Teamkonstellationen)4 und b) die Fussballnationalmannschaften repräsentieren nur einen Teil des deutschen Volkes. Zwar mag der zweite Einwand lächerlich erscheinen, er wurde aber auf Blogs der rechten Szene durchaus thematisiert. Tauchen Neonazis, welche in aggressiver Stimmung sind in der Fanmeile auf, dann bedeutet dies Ärger für die „Feinde“ dieser. Ein Zusammenstoß von Rechtsradikalen mit sogenannten „Ausländern“ kann jedoch auch im normalen Alltag zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führen, hierfür bedarf es keinen besonderen Anlass.
Es könnte eingewendet werden, dass es in der Vergangenheit im Rahmen von solchen Spektakeln zu Gewaltausbrüchen gegen Dönerbuden und Pizzarien kam, und zwar zu solchen bei dennen auch „normalen“ BürgerInnen ihren innersten Gefühlen freien Raum liesen. Solche Momente des rassistischen Hasses kamen aber ebenso grundlos zu Stande, denn rassistisches Gedankengut schlummert immer noch in der Mehrzahl der Bevölkerung. Der Hass auf Angehörige eines angeblich ganz anderen Kollektivs, eines gänzlich differenten Kulturkreises leitet sich aus der Ideologie des Nationalismus selber ab. Nationalismus wird auch verharmlosend oft als Patriotismus relativiert, wobei die Begriffe keine eindeutige Trennung implizieren. Die Dimensionen von Menschen, die nationalistisch sind, wird uns erst in besonderen Augenblicken bewusst, in denen „Deutscher auf sein Land mal wieder stolz darf“ und dieses Bekenntnis nicht gesellschaftlich sanktioniert wird. (Fast) niemand regt sich auf, wenn der Nachbar während des „Ausnahmezustands“, welcher gleichzeitig zur Herrenweltmeisterschaft in Deutschland stattfindet, in dem Vorgarten seines Einfamilienhauses eine Fahne hängen hat. Zwar irritiert dieses Verhalten anfangs durchreisende Touristen. Nach einer Erklärung der Situation zeigen auch diese Verständnis für die allgemeine Huldigung der Nation, welche auch in anderen kapitalistischen Nationalstaaten selbstverständlich ist. Inwieweit deutscher Nationalismus eine andere Qualität hat, ist eine Debatte, welche die linke Szene spaltet. Sie soll aber hier nicht erörtert werden.
Der patriotische Mitbürger fühlt sich unbeobachtet in der Situation von „Außnahmezuständen“ und lässt seinem persönlichen patriotischem Wahnsinn freien Lauf. Dass diese „Ausnahmezustände“ immer mehr mit „Normalzustand“ verwischen ist jedoch schwer zu verleugnen. Die schwarz – rot – goldenen Fahnen blieben nach dem Sommermärchen von 2006 oft noch in den bereits erwähnten Vorgarten oder an Deutschlands Plattenbaubalkonen hängen – bis heute (!). Diese Entwicklung hängt aber nicht zwingend mit dem nationalen Großereignis von vor mittlerweile vier Jahren zusammen, es ist ein Trend, der sich seit 1990 permanent vollzogen hat. „Der Deutsche“ ist wieder stolz auf seine Nation oder Heimat. Dieses neue Lebensgefühl wird naturgemäß auch von der Kulturindustrie bedient. Ein sehr amüsantes Beispiel dafür ist der Partyknaller von „Big Brother- Jürgen“ bzw. mit bürgerlichem Name Jürgen Milski „Deutschland ist der geilste Club der Welt“ von 2008, wer Interesse an einem Einblick in die Köpfe des durchschnittlichen „Jürgen“-Fans hat, sei ein Blick in die YouTube Kommentare sehr empfohlen, welche wie sooft sehr aufschlussreich ausfallen, wenn man das Wesen des Durchschnittsbürgers analysieren will.

Natürlich ist nicht ausgeschlossen, dass solche Inhalte, völlig egal wie dumm sie auch sein mögen – ich vermute sogar die meisten „BB Jürgen“ – AnhängerInnen wissen wie platt die Texte sind – konsumieren sie gerade wegen ihre Einfachheit, Menschen in einem nationalistischen Weltbild bestärken mögen. Ob jedoch jemand durch solche ein Liedgut ein glühender Verteidiger seiner Heimat wird, er scheint mir mehr als fraglich. Ich denke hier ist so ähnlich, wie mit der Konzeptionen des epischen Theaters von Brecht oder Satre. Ihre Werke machten keinen Zuschauer zum Kommunisten, der sich nicht schon zuvor mit den Schrecken des Kapitalismus auseinandergesetzt hatte. Die „künstlerischen“ Produkte der prodeutschen Kultur erleuchten auch niemanden für die deutsche Sache, der davor dagegen immun war. Trotz des deutschnationlen Konsumterrors, welcher von den Fähnchen an der Tankstelle bishin zu Paninisammelbildchen in jedem Kasten Coca Cola reicht, prallt an den Kritikern oder Skeptikern des Staates die Stimmung ab wie Pfeile an den dicken Steinmauern Babylons.
Auch werden negative Klichees zwischen den konkurrierenden Nationen in der Fanmeile aufgefrischt, bestes Beispiel ist wahrscheinlich die legendäre Fanfeindschaft zwischen England und Deutschland. Diese hat ihren Ursprung eben nicht im Wembleystadion anno 1966, sondern in der Geschichte des 20.Jahrhunderts, vielleicht sogar schon früher. Südamerikanische Mannschaften gegen welche die deutsche Truppe ständig den Kürzeren ziehen, werden selten Opfer eines Volkszorns. Hier geht um meine empirischen Eindrücke selbstverständlich. Der ästhetische Ballzauber der Teams aus Brasilien oder Argentinien wird sogar bewundert, auch wenn der Terminus der Ästhetik in diesem Zusammenhang eher fragwürdig sei.
Ähnlich verhält es sich mit dem Sexismus oder der Homophobie unter den Fans, wer in seinem Weltbild Frauen missachtet oder Homosexuelle legt diese Einstellung nicht beim Besuch des Stadions ab und zieht sie danach wieder an, wie den weiße Trikot der Nationalmannschaft, er trägt sie in „seinen“ Fanblock weiter. Das Männerfussball maskulin ist, liegt auch in der Natur der Sache. An dem strikt heterosexuellen Wesen, welches niemand leugnen kann und diesem Ballsport durchaus innewohnt, wird momentan gearbeitet. Die zunehmenden Akzeptanz von Homosexualität in der westlichen Gesellschaft, greift auch im Sport. Den Sport ist auch Kultur geworden und „Kultur ist die Reaktion einer Gesellschaft auf ihre Epoche“8, gesellschaftliche Entwicklungen spiegeln sich im Sport wieder. 5
Vielleicht fällt auch eines Tages im Vereinsfussball die Geschlechtertrennung weg und es entstehen unisex – Mannschaften, aber bis zu diesem Stadium der zivilisatorischen Entwicklung ist es noch ein sehr weiter Weg für die fortschrittlichen Kräfte. Natürlich findet eine Veränderung der gesellschaftlichen Positionen nicht von alleine statt, weshalb Aktionen gegen negative Gedankengüter durchaus wichtig sind, und damit nicht Gegenstand der Kritik sind. Kritisiert wird eine Herleitung dieser Phänomene aus einem kulturellen Massenspektakel selber, aber nicht aus der kapitalistischen Gesellschaft.
Viel kritischer als die konstruierten Problematiken des Fussballs ist der Charakter des ganzen Spektakels6. Auch durch die Weltmeisterschaft wird der Kapitalismus und der Verwertungsprozess in die Wohnzimmer oder Fanmeilen getragen. Hinter dem Fussball steckt an sich kein besonderer Zauber, der gesamte Sport an sich ist „profan“.7 Erst durch den Einfluss der Kulturindustrie wird Fussball etwas Mystisches, etwas Unfassbares. Fussballer werden zu Superstars gemacht, sie werden zu nationalen Volkshelden, denn der Fussball ist kommerzialisiert. Eine Wahrheit die wohl jedem mittlerweile bewusst sein dürfte und somit keine große Erkenntnis darstellt. „Das ist doch alles nur Kommerz! Der Fussball hat seine Seele verscherbelt!“, sind gängige Floskeln der Fangemeinden.
Die Entwicklung einer Kulturindustrie setze mit der Auflösung des klassischen Proletariats richtig ein. Das Ende der ProletarierInnen, die am Rand der Verelendung standen, war eine Reaktion auf dem Arbeitskampf um höhere Löhne, kürzere Arbeitszeiten und bessere Arbeitsbedingungen generell. Die neu gewonnene „Freizeit“, sowie der neue relative Reichtum eröffneten einen Industriezweig, da ArbeiterInnen sich nun einen Theaterbesuch oder eben den Eintritt für Sportstadion leisten konnten. Diese ganze kapitalistische Kultur ist natürlich zu kritisieren. In ihr schlummert kein revolutionäres Potenzial, denn sie ist dem System gegenüber positiv eingestellt und orientiert sich an den Positionen der Bevölkerung. Sie betreibt also unbewusst Systempropanganda. Die alltäglichen Sorgen verschwinden aus dem Bewusstsein, denn nur noch das Spektakel ist real. Selbst die Probleme des südafrikanischen Staates, welches durchaus thematisiert werden könnten in diesem besonderen Kontext, wie AIDS, Alltagsrassismus und Massenarmut in den ärmlichen und kaputten Townships vermischen sich mit dem Glanz der Weltmeisterschaft in Südafrika und gehen in ihr unter. So ist unter anderem zu erklären, warum der neue Wohlstand eben keinen grundlegenden Systemwechsel hervorbrachte.
Fussball ist also nicht systemkritisch, sondern positiv und passt sich dem Bewusstsein der Massen an. Das Problem dieses „Massenphänomens“, wenn es überhaupt einen phänomenalen Charakter gibt, ist das Problem des gesellschaftlichen Zustands.
Kultur träg deshalb gesellschaftliche Positionen weiter, weil sie der Gesellschaftsform entspringt in ihrem Wesen, in unserem Fall dem Kapitalismus. Sie sollte im Mittelpunkt der Kritik stehen.
Für die Weltmeisterschaft 2010 bleibt für uns nur noch zu hoffen, dass Nordkorea Weltmeister wird und seine Hymnen in den Fanmeilen erklingt. Hier ist ihre deutsche Übersetzung9:

1. Lass die Morgensonne über das Gold und Silber dieses Landes scheinen,
Dreitausend Meilen* gepackt mit langer Geschichte.
Mein wunderschönes Vaterland.
Das Verdienst eines klugen Volkes
brachte eine großartige Kultur hervor.
Lasst uns mit Körper und Geist hingeben,
Um dieses Korea für ewig zu unterstützen.

2. Die Unternehmung wird, gebunden an die Wahrheit,
Ein Nest für den Arbeitsgeist sein,
der die Stimmung des Paektusan umfasst,
und in alle Welt hinausgeht.
Das Land wurde mit dem Willen der Menschen gegründet,
Um mit sich erhebender Kraft gegen die Wellen anzukämpfen.
Lasst uns ewig dieses Korea preisen,
unbegrenzt reich und stark.

  1. http://aawm.blogsport.de/ [zurück]
  2. zur Webpräsenz dieser Kampagne [zurück]
  3. Dieser Beitrag von Extra zeigt auch warum dem so ist. http://www.youtube.com/watch?v=XQNkpXSSks8[zurück]
  4. Man erinnere sich hierbei an den Fall des deutschen Nationalspielers Patrick Owomoyela und des NPD WM Planers, welcher den Spieler diskriminierte. [zurück]
  5. Eine sehenswerte Debatte wurde sich vor einigen Wochen auch bei der Sendung „Hart aber fair“ geliefert. Hier zu sehen.[zurück]
  6. In diesem Beitrag versuche ich ein bisschen meine Eindrücke von meiner kürzlichen Lektüre der situanistischen Theorie einfliessen zu lassen. Eine Beschäftigung mit dieser linken Strömun, welche die französischer 68er Bewegung beeinflusste, kann ich an dieser Stelle jedem dringlich empfehlen. [zurück]
  7. Das Adjektiv „profan“ habe ich bewusst von dem Feuerbach Zitat entnommen, welches am Anfang von „Gesellschaft des Spektakels“ von Guy Debord steht. „Aber freilich … dieses Zeit, welche dem Bild der Sache, die Kopie dem Orginal, die Vorstellung der Wirklichkeit, den Schein dem Wesen vorzieht…; denn heilig ist ihr nur die Illusion, profan aber die Wahrheit. Ja die Heiligkeit steigt in ihren Augen, in demselben Maße, als die Wahrheit ab- und die Illusion zunimmt, so daß der höchste Grad der Illusion für sie auch der höchste Grad der Heiligkeit ist.“ Feuerbach, „Das Wesen der Christentum“, 2.Auflage [zurück]
  8. vgl. „Rapport über die Konstruktion von Situationen und die Organisations – und Aktionsbedingungen der internationalen situanistischen Tendenz“; „wir bezeichnen mit diesem Wort [Kulur, Anm.Verfasser] ein aus der Ästhetik, den Gefühlen und Lebendsweisen zusammengesetzten Gesamtheit die Reaktion einer Epoche auf das alltägliche Leben.“ [zurück]
  9. Quelle ist hierbei Wikipedia. Unter dieser Adresse kann man sich das Lied auch als Mp3 herunterladen. [zurück]
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Zu aktuellem Anlass http://antifahorgau.blogsport.de/2010/05/31/zu-aktuellem-anlass/ http://antifahorgau.blogsport.de/2010/05/31/zu-aktuellem-anlass/#comments Mon, 31 May 2010 20:29:09 +0000 Bärbel Allgemein aus der großen weiten Welt http://antifahorgau.blogsport.de/2010/05/31/zu-aktuellem-anlass/

Wer steht hinter der Flottille nach Gaza?

Von Arnon Ben-Dror

Während die Organisatoren der Flottille sich selbst als Menschenrechtsverfechter darstellen, deren einziges Ziel die Unterstützung der Menschen in Gaza ist, offenbart ein neuer Bericht die Kooperation der Gruppen mit radikalen Menschenrechtsverletzern.Wie das Intelligence and Terrorism Information Center berichtet, haben hochrangige islamische Extremisten in Istanbul der Einweihungszeremonie eines der an der Flottille teilnehmenden Boote beigewohnt.

Unter den Teilnehmern waren Mahmad Tzoalha und Sahar Albirawi, beides Top-Terroristen der Hamas, die heute von Großbritannien aus operieren, und Hamam Said, ein Führer der Muslimbruderschaft in Jordanien.Bolant Yilderim, der Vorsitzende von IHH, einer in der Türkei ansässigen pro-palästinensischen Organisation, die die Flottille anführt, hielt unter Applaus türkischer Politiker und radikal-islamistischer Extremisten eine radikale Rede während der Zeremonie. „Israel verhält sich, wie Hitler sich gegenüber den Juden verhalten hat. Hitler baute Konzentrationslager in Deutschland, und heute baut das zionistische Gebilde Konzentrationslager in Palästina“, so der Vorsitzende Yilderim.

An der Kundgebung nahm auch Sheikh Raed Salah teil, der Führer der Abteilung Nord der Islamischen Bewegung in Israel, der die Haltung des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan pries und die Führer der gesamten arabischen Welt dazu aufrief, seinem Beispiel zu folgen.Salah hatte zuvor vor einem israelischen Gericht zugegeben, mit ausländischen Agenten konferiert und unerlaubte Organisationen unterstützt zu haben, nachdem bekannt geworden war, dass er in Kontakt mit der Hamas stand. Er hat oftmals antisemitische Hasspredigten verbreitet, die auf den ältesten Ritualmordanklagen basieren: „Wir sind nicht diejenigen, die ein mMahl von Brot und Käse in Kinderblut essen“, sagte er in einer seiner Reden, und bei einem anderen Anlass verkündete er, die Juden seien „Schlachter von schwangeren Frauen und Babys“; „Diebe seid ihr, die Bakterien aller Zeiten… Der Schöpfer machte euch zu Affen und Verlierern… Der Sieg ist mit den Muslimen, vom Nil bis an den Euphrat.“

„Wenn das Ziel der Flottille ein humanitäres wäre, würden sie Israel die Hilfsgüter transferieren lassen und nicht versuchen, auf illegale Weise in den Gaza-Streifen einzudringen“, erklärt Oberst d. Res. Reuven Ehrlich, ein früheres Mitglied des Militärgeheimdienstes, der gegenwärtig dem Intelligence and Terrorism Information Center vorsteht. „Ihr einziges Ziel ist es, eine Provokation hervorzurufen, um Israel und die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) zu blamieren und der Hamas und ihrer Regierung im Gaza-Streifen zu helfen.“

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Die konfliktfreie Gesellschaft? http://antifahorgau.blogsport.de/2010/05/14/die-konfliktfreie-gesellschaft/ http://antifahorgau.blogsport.de/2010/05/14/die-konfliktfreie-gesellschaft/#comments Fri, 14 May 2010 16:30:37 +0000 Bärbel Allgemein Kritik Argumente gegen die Utopie http://antifahorgau.blogsport.de/2010/05/14/die-konfliktfreie-gesellschaft/

„Wir sind Opel“ – So war es auf unzähligen Transparenten und selbst bedruckten T-Shirts zu sehen, die durch ihr schrilles Opel-Gelb selbst im Gewirr der aufgebrachten Menge ein loh-nendes Ziel für die Fernsehkameras boten. Was an einen Marketinggag der neuesten Sorte oder an einen Flashmob unzufriedener Aktionäre, die auf ihre Dividenden warten, erinnerte, spielte sich ganz im Gegenteil am komplett anderen Ende der sozialen Skala ab.
Ende 2009 taten hunderte Mitarbeiter der Opel-Belegschaft ihren Ärger über die bevorste-hende Insolvenz des Werkes in Rüsselsheim kund und postulierten eine staatliche Interventi-on, um den angeschlagenen Autokonzern zu retten. Dabei solidarisierten sich Arbeiter und Gewerkschaften mit ihrem Arbeitgeber, um den Fortbestand der Marke Opel zu sichern. Des-sen Ende und der Untergang des Unternehmens, sowie der Verlust wichtiger Marktanteile schwebten dem Opel-Aufsichtsrat und Frankfurter IG-Metall-Bezirksleiter, Armin Schild, vor Auge, als er für die „Sicherung überlebenswichtiger Industriekerne“ seitens des deutschen Staates eintrat.
Es mutet zuweilen rührend an, wenn sich ein ausgewiesener Vertreter der Arbeitnehmer-schaft um die Belange von Staat und Industrie sorgt und dabei seine ihm per definitionem zugewiesene Aufgabe, die„Interessen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“ zu vertre-ten, unter den Tisch fällt. In einer Zeit von Sozialpartnerschaft und „unternehmerverträglichen Tarifabschlüssen“ bleibt die Kuriosität solcher Aussagen im Verborgenen, Anbiederungen der Gewerkschaftsfunktionäre an die Führungsgremien ihrer tarifpolitischen Gegenspieler sind an der Tagesordnung. Als das Land mit der größten Gewerkschaft der Welt wirkt es durchaus befremdlich, dass der letzte erfolgreich durchgeführte Generalstreik schon einige Jahre zu-rückliegt, während in Frankreich nahezu das komplette öffentliche und wirtschaftliche Leben aus den Bahnen geworfen wird, wenn sich Angestellte und Arbeiterschaft in ihren Rechten beschnitten sehen. Die Reallohnentwicklung der letzten zehn Jahre spricht übrigens für letz-tere Auffassung von Interessenvertretung.
Herbert Marcuse, Soziologe und Philosoph aus dem Kreis der sozial- und gesellschaftskri-tischen Frankfurter Schule, bringt die Entwicklung der neoliberalen Gesellschaftsauffassung in seiner 1970 erschienenen Schrift Der eindimensionale Mensch auf den Punkt: „In der ge-genwärtigen Lage herrschen die negativen Züge der Automation vor: Antreiberei, technologi-sche Arbeitslosigkeit, Stärkung der Position der Betriebsführung, zunehmende Ohnmacht und Resignation auf seiten der Arbeiter.“ Obwohl in Zeiten des Ost-West-Konfliktes geschrieben, bewies Marcuse ein ungeheures Gespür für die neue Spielart des Spätkapitalismus, der in sei-ner unaufhaltsamen Verdrängung des Menschen zugunsten der Maschine, der Auflösung von herkömmlichen Gesellschaftsmuster und der Verdichtung einzelner Unternehmen zu weltum-spannenden Konzernen eine radikal neue Bewertung der gesellschaftlichen Situation erfor-dert. Marcuse lieferte sie. Seine wissenschaftlichen Analysen haben ihre Gültigkeit auch in der heutiger Zeit bewahrt, wenn er z.B. den Arbeitern in einem „technisch fortgeschrittenen Betrieb“, also der postindustriellen Kreativwirtschaft von heute, „ein ernsthaftes Interesse am Betrieb“ attestiert – Opel lässt grüßen.
Teilt man nun die Annahme der fortwährenden Aktualität des Eindimensionalen Men-schen, so lohnt es sich, dessen Inhalt etwas genauer zu betrachten. Herbert Marcuse formuliert in seinem Hauptwerk eine fundamentale Kritik an den politischen Systemen seiner Zeit, der modernen Industriegesellschaft nach westlichem Model und dem Staatssozialismus des Ost-blocks. In beiden Gesellschaftsformen sieht er totalitäre Strukturen vorliegen, die das Indivi-duum entmündigen und es dem autoritären Willen der jeweiligen Staatsmacht unterordnen. Die kapitalistische Gesellschaft unterzieht er einer radikalen Kritik, da er sie „als Ganzes irra-tional“ einschätzt. Zwar ermögliche sie ein in der Geschichte der Menschheit nie gekanntes Ausmaß an Produktivität – also der Fähigkeit, Gebrauchsgegenstände in Hülle und Fülle zu produzieren. Jedoch verhindere die Logik der kapitalistischen Warenproduktion, die aus-schließlich die Anhäufung von noch mehr Kapital zum Ziel hat, eine Gesellschaft, in der die Herstellung von Sachen zum Nutzen der Menschen an sich geschieht. Genau das bezeichnet Marcuse als irrational.
Die Tatsache, dass durch moderne Produktionsweisen und der Rationalisierung des Her-stellungsprozesses eine ungeheure Kapazität von Waren vorliegt, verursache auch eine voll-kommene Durchdring der Privatsphäre der Individuen mit der kapitalistischen Tausch- und Warenlogik. Der Bürger werde also zum reinen Konsumenten und verliere durch den Ein-fluss, den seine Umwelt durch die gigantischen Verlockungen ihrer Waren auf ihn ausübt, seine Fähigkeit zur Kritik. Das wirtschaftliche Denken sei Teil der Gesellschaft geworden und damit die „Reichweite der gesellschaftlichen Herrschaft über das Individuum größer als je zuvor.“ Weiter argumentiert Marcuse, dass dieses „durchökonomisierte“ Gesellschaftssystem ein „System von Herrschaft und Gleichschaltung“ sei, da es jene Kräfte, die es hinterfragen und anzweifeln, als irrationale, weltfremde Spinner diffamieren und sich dabei auf die Ratio-nalität der kapitalistischen Logik berufen kann. Wer käme auch darauf, die Errungenschaften der Marktwirtschaft zu leugnen und eine andere, darüber hinaus gehende Gesellschaft zu for-dern?
„Die Unterbindung sozialen Wandels ist vielleicht die hervorstechendste Leistung der fortgeschrittenen Industriegesellschaft“, so Marcuse. Doch nicht nur die totalitären Züge von Herrschaft, die in den westlich-demokratischen Gesellschaften jeden Versuch der Kritik für absurd erklären, auch die Gesellschaft als solche tendiere zu einem totalitären Gebilde. Durch das Zusammenballen einzelner Wirtschaftsakteure, wie es das klassische bürgerliche Unter-nehmen einmal war, verschwinde das Besitzbürgertum als herrschende Klasse. An seiner statt treten monopolartige, multinationale Konzerne, in denen das technokratische Konzernmana-gement mit den Gewerkschaftsorganisationen verflochten ist. Ein Blick auf die Wirtschaft von heute zeugt von dem Wahrheitsgehalt seiner Aussage.
So wie die in guter, alter Zeit Bourgeoisie getaufte Schicht, so müsse auch das so genannte Proletariat eine grundlegende Veränderung in seiner Sache anerkennen. Die beiden Begriffe erscheinen nicht zu Unrecht als anachronistisch, da sich eben auch der Status der Arbeiter-schaft im Vergleich zu ihrer historischen Tradition grundlegend wandelte. War die frühere Arbeiterklasse einmal Träger einer umfassenden Kritik am bestehenden System, so sei diese heutzutage als politischer Faktur so gut wie verschwunden. Nicht nur der steigende Lebens-standart für eine Mehrheit der westlichen Industrienationen und die veränderte Arbeitsorgani-sation und -teilung sind für diesen Prozess verantwortlich. Auch das Bewusstsein des Arbei-ternehmers, der sich vormals als Negativbild zur herrschenden Gesellschaftsschicht wahrge-nommen hatte, ist zu einer „unmittelbaren Identifikation … mit seiner Gesellschaft und da-durch mit einer Gesellschaft als einem Ganzen“ geworden. Soziale Unterschiede seien somit ideologisch wie materiell, jedenfalls zu einem gewissen Teil, aufgehoben und damit entbehre Kritik an den bestehenden Verhältnissen jeglicher Grundlage.
Alle gesellschaftlichen Gruppen tendieren nach Marcuse letztendlich dazu, die Befriedi-gungen zu akzeptieren, die durch eine entfremdete, ziellose und andere Weltgegenden ver-wüstende Produktivität möglich geworden sind. „So entsteht ein Muster eindimensionalen Denkens und Verhaltens“, das nichts anderes mehr kennt, als das Bestehende zu bestätigen und zu reproduzieren, und jeden Gedanken an eine Welt, die über sie hinausweist, zu verurtei-len. Die früher konflikthafte Gesellschaft wird dadurch zum eindimensionalen System ohne Opposition, in der sich die Interessen von eigentlich gegensätzlichen Subjekten scheinbar überschneiden und die gegenwärtige Welt als die best Mögliche angepriesen wird.
Herbert Marcuse sagt in seinem Vorwort über seine dem Werk zugrundeliegende Intention, „dass das menschliche Leben lebenswert ist oder vielmehr lebenswert gemacht werden kann oder sollte.“ Ob das mit gelben Opel-Mützen gelingen kann, daran darf zumindest gezweifelt werden.

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Die NPD und ihre Mitglieder http://antifahorgau.blogsport.de/2009/12/13/die-npd-und-ihre-mitglieder/ http://antifahorgau.blogsport.de/2009/12/13/die-npd-und-ihre-mitglieder/#comments Sun, 13 Dec 2009 15:08:00 +0000 Bärbel Kurznotizen http://antifahorgau.blogsport.de/2009/12/13/die-npd-und-ihre-mitglieder/ Ein paar pikante Details über einige NPD-Mitglieder. Ich denke diese Deutschlandkarte spricht für sich.

Schaue hier!

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Stellungnahme der Antifa Horgau zur Löschung ihres Videos auf Youtube http://antifahorgau.blogsport.de/2009/12/10/stellungnahme-der-antifa-horgau-zur-loeschung-ihres-videos-auf-youtube/ http://antifahorgau.blogsport.de/2009/12/10/stellungnahme-der-antifa-horgau-zur-loeschung-ihres-videos-auf-youtube/#comments Thu, 10 Dec 2009 18:38:10 +0000 Bärbel Allgemein Aktuelles Kritik Lokales http://antifahorgau.blogsport.de/2009/12/10/stellungnahme-der-antifa-horgau-zur-loeschung-ihres-videos-auf-youtube/ Das Video „Der Tod ist ein Meister aus Deutschland“, welches die Antifa Horgau zu Zwecken der Mobilisierung zu Gegenprotesten im Rahmen des letzten Naziaufmarsches in Augsburg erstellte, wurde durch YouTube selber gelöscht, wie wir bereits in Form eine Email am 26.11.2009 erfuhren.Eine Schilderung näherer Umstände der Löschung gab uns das Unternehmen nicht an, geschweige denn eine genauere Begründung. Das Schreiben glänzte durch seine Kürze, es handelt sich vermutlich auch um ein vorgefertigtes Standardformular, aber man erwartet auch gar nicht mehr.
Lest es am besten selber. Die üblichen Begrüßungsfloskeln, haben wir rausgekürzt:

„Folgende Videos aus deinem Konto wurden deaktiviert, da sie gegen die Community-Richtlinien von YouTube verstoßen:

Der Tod ist ein Meister aus Deutschland – (antifahorgau)

Gegen dein Konto wurde eine Warnmaßnahme gemäß den Community-Richtlinien ergriffen, die in sechs Monaten abläuft. Weitere Verstöße können dazu führen, dass du vorübergehend keine Inhalte mehr in YouTube posten darfst bzw. dein Konto gekündigt wird.“

Die Lektüre der Community Richtlinien, die Nutzungsbedingungen1, brauchten uns jedoch auch nicht wirklich weiter. Die häufige Benutzung des Begriffs „Community“, wie auch schon in der Email weist daraufhin, als was sich das YouTube selbst in der Öffentlichkeit präsentieren will, eben nicht als kapitalistisches, unnahbares Unternehmen, welches das Ziel verfolgt einen möglichst großen Mehrwert zu produzieren, sondern vielmehr als eine globale Gemeinschaft von UserInnen. Deshalb wird in dem Text an ein Ehrgefühl, an Werte wie Solidarität und Respekt appeliert, statt nur gedroht. Vielleicht kann man in die offentsichtliche Unternehmenphilosophie auch Ansätze eines kleinen, virtuellen Staates erkennen, der natürlich nach den Prinzipien der Vorbilder der realen Welt funktioniert.

„Wir verlangen nicht von dir, anderen Nutzern denselben Respekt wie Nonnen, älteren Menschen oder Hirnchirurgen entgegenzubringen. Wir möchten lediglich einen Missbrauch der Website vermeiden.“

Dass wir Nonnen, älteren Menschen bzw. der Religion und dem Alter keinen besonderen Respekt zollen, Hirnchirurgen höchstens um Bezug auf ihre Arbeit, soll nicht Gegenstand der Stellungnahme sein. Es ist aber ein weiteres Beispiel für die Art des Wertvorstellungen innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft. Religion, sowie ihre Tolererierung sind unantastbar, so wie die Würdigung Rentner, ehmaliger, fleisiger LohnarbeiterInnen. Da auch die Community ein Teil dieser ist, müssen sie logischweise auch in dieser gelten und deshalb wird der vorherrschende Wertekanon einfach übernommen.2

Doch so ein großer Respekt wird eben nicht verlangt, es geht doch nur um den Schutz der Seite, somit stets zu Gunsten der Community also aller, es geht um das sogenannte „Allgemeinwohl“. Youtube ist frei nach Friedrich II. „der höchste Diener der Community.“ Bei YouTube werden die Bedürfnisse der Gemeinschaft, des Individuums noch ernst genommen , wird dem/r UserIn versichert, was dem unsrigen Staat mittlerweile allgemeins von den Intellektuellen bis Stammtisch abgesprochen wird, aber ursprünglich seine Vorgabe und Daseinberechtigung, Legitmierung war. Der Staat muss Sorge für die Wünsche seiner BürgerInnen, oder vielmehr den Konsens dieser, relativ gut erfüllen können. Glücklicherweise, vom Standpunltdes Staates aus gesprochen, scheint die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland auch keine großen Begehren mehr zu haben, was das ganze Unterfangen natürlich einfacher gestaltet.
Der Unterscheid ist auch, dass Youtube mit MyVideo, etc. eine ernsthaft Konkurrenz hat. Der Wettbewerb der Nationen reduziert sich nur auf das Abwerben der Eliten, die oft bessere Chancen im Ausland haben. Dem normalen westlichen Arbeiter hingegen wird es außerhalb seines Geburtslandes auch nicht besser gehen.

„Sollten wir dein Video nach der Überprüfung entfernen, kannst du sicher sein, dass wir dies aus gutem Grund getan haben, und du solltest unsere Warnung ernst nehmen.“

Natürlich wird jeder Fall, wie vor einem „realen“ Gericht akribisch geprüft mit dem feinen Unterschied, dass YouTube scheinbar nicht dazu verpflichtet ist, eine genaue Begründung vorzulegen. Deren Notwendigkeit ist aber schon dadurch zurückgewiesen, dadurch dass YouTube immer „aus gutem Grund“, das heißt im Sinne der virtuellen Webgemeinschaft, agiert.
Abgesehen davon, ob eine Prüfung tatsächlich stattfindet, oder nicht, was bei diesem Umfang von Videos allein in Deutschland schwer vorstellbar ist, gibt YouTube aber einige „Spielregeln“ an, nach denen Videos wohl gelöscht werden. Sie verhindern die Darstellung pornographischer Inhalte bzw. solcher mit „sexuell eindeutigen Content“3, krimineller bzw. gewaltätiger Phantasien, sowie den Angriff auf gesellschaftliche Gruppen oder Einzelpersonen.
Wir können uns vorstellen, dass mögliche Gründe der Löschung in unserem Fall die folgenden sind.

„Das Zeigen drastischer oder grundloser Gewalt ist nicht gestattet. Wenn eine Person in deinem Video körperlich verletzt, attackiert oder erniedrigt wird, darfst du es nicht posten.“
bzw.
YouTube ist keine Website, die schockieren soll. Poste keine Videos von schlimmen Unfällen, Toten oder Ähnlichem.

Immerhin zeigen wir Bild der Bombardierungen deutscher Städte, welche eben, zumindest nach deutschen Geschichtsverständnis grundlose Gewalttaten waren, zumidest in der Größenordnung, in welcher sie stattfanden und eine „Erniedrigung“ des starken Volkes stellen die Szenen wohl ebenso dar. Oder es geht auch um die Darstellung von jüdischen KZ-Häftlingen, die bestimmt „drastisch“ ist, doch mittlerweile Bestandteil der Abendprogramms des ZDFs bei Guido Knopp ist und somit ihr Grauen sowieso schon etwas verloren hat. Den Wertekanon an dem sich ouTube orientiert, haben wir bereits herausgearbeitet.
Die Spielregeln stammen von dem Youtube Team, welche somit die Legislative darstellt. Da es auch die Bestrafungen und Verwarnungen ausspricht ist es auch in gewisser Weise die Judikative. Erst an der Exekutive kann sich ein Community Mitglied selber einbringen in diesem Cyberstaat.

„Wenn du der Meinung bist, dass ein Video gegen unsere Nutzungsbedingungen verstößt, klicke unter dem Video auf die Schaltfläche „Melden“, um es von den YouTube-Mitarbeitern überprüfen zu lassen.“

Einen so direkten Eingriff auf die Staatsgewalten kennt man im echten Leben gar nicht mehr, per Mausklick kann man seine Beschwerde, oder vielmehr Anzeige ohne Umwege zu den „Gerichten“ bringen. In Deutschland ist eigentlich die einzige Möglichkeit des Eingriffs die öde Wahl, deren Nutzen und Unnutzen mittlerweile oft genug diskutiert wurde, dass jedeR eine Meinung dazu besitzt.
Freundlicherweise hat man auf YouTube, falls sich der Befund doch als falsch erweist, die vorteilhafte Option sich etwas anderes an zu sehen. Einen tanzenden Ping-Pong Spieler, oder süße Emogirls, welche ihren Traumbollo suchen, eben andere kultivierte, aber weniger störende Videos. Wenn einem in diesem Staat Unrecht geschieht, muss man schlimmstenfalls auch auch längere Zeit darunter Leiden.

YouTube Deutschland bietet einen Staatenersatz in einem Bereich in dem sich kein Staat, höchstens der US-amerikanische, bisher einmischen kann, orientiert sich aber oft an die Vorgaben der Bundesregierung und agiert in dessen Interesse. Das Internet ist eine Grauzone, seine Globalität ist mit den Nationalstaaten und deren begrenzten Idealen von der Grundutopie nicht vereinbar. Alle Regeln sind freiweillig eingeführt um den Ruf des Unternehmens zu wahren oder um für eine Zeit vorzusorgen, in denen der Staat die relative Freiheit des Worldwide Web wieder einschränkt, was solange nicht mehr dauern kann. Es wäre zu inkonsequent für dieses Kontrollsystem. Andere Staaten, der Welt aus der „Achse des Bösens“ haben schon gemacht wie effektiv dieses gelingen kann.
Es ist des Weiteren ein Beispiel von der Symbiose von Staat und Kapital, der Staat schützt YouTube vor Hackern o.Ä., gewährleistet seinen Fortbestand, YouTube sorgt dafür, dass moralische mit dem Grundgesetz konformen Richtlinien im Internet gelten. Vielleicht sollten wir das Unternehmen boykotieren, was jedoch aufgrund seiner Wichtigkeit und seiner Nutzung schwer ist. YouTube offeriert Chancen zur Meinungsverbreitung und sogar der Verbreitung von communistischer Theorie und Propaganda4, die es sonst nicht gab. Auch wenn Lektüre nicht durch das bloße Lauschen eines Vortrags abgelöst werden kann.
Letztenendes wird für die Löschung ein „guter“ Bürger, wahrscheinlich ein CSU -oder Bürgervereinwähler Mitte 40 aus Horgau oder einfach ein Neonazi mitverantwortlich sein für die Misere, weil er den Beitrag meldete. Mitverantwortlich dafür, dass der einzige kulturelle Beitrag im Zusammenhang mit Horgau auf dem Portal YouTube ein Konzert des „Rothaler Muikvereins“ im Nirgendwo der Niederlande ist. Bravo!

Mit dier Harmonie möchten wir den Beitrag auch schon beenden.

  1. Diese können [hier nachgelesen werden.zurück]
  2. Ein weiteres Beispiel hiefür ist, dass auch der Wert der Toleranz in das System integriert wurde.„Wir unterstützen die Redefreiheit und räumen dieses Recht jedem ein, auch bei unpopulären Standpunkten[…]“. [zurück]
  3. Die Formulierung ist ziemlich weitgefasst, so können Mitlglieder der Community zum Beispiel Teile von dem beliebten pornographischen Streifen „One Night in Paris“ sehen, sofern sie angemeldet sind und „über 18″. Vielleicht differenziert YouTube auch hier zwischen „StaatsbürgerInnen“ und „Gästen“. [zurück]
  4. Die wir uns in dieser Form zum Nutzen machen. [zurück]
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http://antifahorgau.blogsport.de/2009/12/10/stellungnahme-der-antifa-horgau-zur-loeschung-ihres-videos-auf-youtube/feed/
Kommentar zur morgigen Jugendversammlung http://antifahorgau.blogsport.de/2009/11/25/kommentar-zur-morgigen-jugendversammlung/ http://antifahorgau.blogsport.de/2009/11/25/kommentar-zur-morgigen-jugendversammlung/#comments Tue, 24 Nov 2009 22:15:21 +0000 Bärbel Allgemein Lokales http://antifahorgau.blogsport.de/2009/11/25/kommentar-zur-morgigen-jugendversammlung/
Es ist zugegebenermaßen sehr lange her, dass sich die Antifa Horgau zu kommunalpolitischen Themen in der Öffentlichkeit äußerte und ihren fälligen Beitrag zur lokalpolitischen Debatte leistete. Regelmässige BesucherInnen aus der Fremde könnten fast meinen in der bayrischen Provinz sei nichts passiert. Eine interessante, leicht verführerische Einladung des 1.Bürgermeisters der Gemeinde Thomas Hafner brachte uns nun dazu auf das Geschehen im kleinen Dorf an der B10, dem bürgerlichen Staat im Kleinen einzugehen und das Schlachtfeld der globalen Politik wieder zu verlassen.
Es handelte bei dem Dokument, welches wahrscheinlich alle „jungen Menschen“ zwischen 15 und 25 Jahren per Post erhielten, um eine Einladung alle „jungen Erwachsenen“ und „lieben Jugendlichen“1 zur „Jugendversammlung“ im Zusammenhang mit der großen Dorferneuerung, dem neusten Clou der Horgauer Lokalpolitik, über die immer wieder im Horgauer Gemeindeblatt akribisch mit Stolz berichtet wird. Die Dorferneuerung ist ein Förderprojekt des Amtes für ländliche Entwicklung. Die Grundidee ist, dass die BürgerInnen Fördergelder erhalten mit dem ihre Heimatdorf allgemein verbessert werden kann, dafür können von den Horgauer BürgerInnen selber Anträge einbringen können, „die von der Anlage eines Blu­men­beetes am Ortseingang bis zur Neugestaltung unserer Ortsstraßen“ 2gehen. Man soll wieder merken, dass die Politik einem mit den Steuergeldern ganz direkt etwas gutes tut und nicht nur entweder in Abstrakta wie die Wirtschaft, oder Technologie oder an die Notleidenden (Schmarotzer) fliesst.
„Der kleine Mann“ ist gefragt und kann endlich mitmischen, gelebte Demokratie, denn das Volk entscheidet autonom über die finanziellen Mittel ohne die großen HerrscherInnen in Berlin. Es ist ein alter Traum linker DemokratInnen, dass sich die Menschen bzw. Proletarierklasse im dem Fall natürlich eher die Bauern autonom organisieren. Auch wir gaben bereits im Lokalwahlkampf 2008 als Slogan aus „Arbeiter- statt Gemeinderäte, für ein rotes Rothtal!“. Dies ist natürlich utopisch, da die meisten BürgerInnen Horgaus nicht merh in die lokale Produktion involviert sind, sondern ihre Arbeit in der Stadt (Augsburg) oder in anderen Gemeinden des Landkreis verrichten. Landwirtschaft ist kaum noch vorhanden in der heutigen Zeit.
Diese Angleichung an die Linke macht den Umstand umso verwunderlicher, dass dieser uralte Wunsch gerade in der Bastion der bürgerlichen Werte der bayrischen Provinz realisiert wird. Hier wählt man zumindest bei Landtagswahlen geschlossen die antikommunistische CSU die uns vor der Linken, welche das Unrecht in der DDR, wie die Staatssicherheit hervorbrachte, damals wie heute verteidigt. Strauss muss sich doch bei solchen Zuständen im Grabe umdrehen! Das Ziel seiner Politik war es „ die roten Ratten, dorthin zu jagen, wo sie hingehören, in die Löcher.“, wie er in der Welt vom 23.9. 1974 verlauten lies. 3
Es ist nicht davon auszugehen, dass die Gemeinde im Grundsätzlichen, der Stellung zu Kapital und Nation, ein Umdenken anfangen hat und unsere polemisch formulierten Gedanken in ihre politische Agenda aufgenommen hat. Wenn doch müssen wir uns reflektieren und fragen, ob wir zu bürgerlich geworden sind oder ob wir es endlich geschafft haben Horgau „röter“ zu machen? Auch die Themen, die in der Jugendversammlung angesprochen werden sollen, beinhalten uralte Positionen von uns. Der Wunsch nach ArbeiterInnenräten, wurden eben durch die Idee von der Einrichtung eines „Jugendrates“ ersetzt oder die Sache mit dem Nachtbus, welchen wir ebenfalls im Kommunalwahlkampf 2008 verlangten.4 Womöglich unterstütze uns hier auch indirekt die Gemeinde Adelsried, die ihren Sprösslingen bereits den Nachtbus einrichtete und mit der Horgau aus lokalpatriotischer Motivation in Dauerkonkurrenz steht. Schließlich will man doch das beste Dorf bleiben, falls man es überhuaot jemals war. Auf einen möglichen neuen Geist in der Gemeinde weißt auch das dritte Thema auf der Tagesordnung der Jugendversammlung hin die Forderung nach einem „Jugendtreff in Horgau“. Auf den ersten Blick, nichts außergewöhnliches, doch kann man eine Reaktion der Gemeinde auf die aktuelle Situation der Generation hereininterpretieren. Die jungen Leute sind einfach zu unfromm oder gar atheistisch um in eine katholische Pfarrjugendgruppe zu gehen und zu faul, inaktiv für eine Mitgliedschaft in einem der zahlreichen Sport – und Schützenvereine, da muss anscheinend eine unabhängige, neutrale oder staatliche Einrichtung ran die Jugendlichen von der Straße, bzw. den Bushaltestellen, den Bänken vor den Feuerwehrhäusern oder der kleinen Grünfläche bei der Ortseinfahrt direkt am Gasthof Platzer holen. Natürlich ist dieser Jugendtreff dann unter Verwaltung der zukünftigen BürgervereinsmitgliederInnen, das impliziert in Horgau staatlich. Ein Raum für alternative, gegenkulturelle Projekte kann im semistaatlichen Milleu definitiv nicht reifen, da Gegenkultur eine Integration in den Staat, hier in Form der Kommune ausschließt. Die Organisation einer Gegenkultur ist jedoch einer unserer lokalpolitischen Ansprüche.
Ob wir der Vision des roten Rothtals näher gekommen sind oder ob wir nur Teil des kommunalpolitischen Mainstreams geworden sind und damit dazu beitragen das uns knechtende System zu schützen, wenn auch nur in einem Mikrokosmos, könnt ihr am Mittwoch ab 19 Uhr in der Schulturnhalle persönlich erfahren.
Wir werden die Ergebnisse nach deren Publikation von unserem Elfenbeiturm aus in gewohnter Weise kommentieren.

  1. Begriffe in Anführungszeichen beziehen sich auf den Brief der Gemeinde, den 1.Bürgermeister Thomas Hafner persönlich unterschrieb. [zurück]
  2. Mehr Informationen zu dem revolutionären Projekt findest du hier, wenn du auf der linken Seite auf den Button „Dorferneuerung“ klickst. [zurück]
  3. Wahrscheinlich hätte er die ganze Aktion abgelehnt, immerhin stammt von ihm das Zitat: „Die Demokratisierung der Gesellschaft ist der Beginn der Anarchie, das Ende der wahren Demokratie. Wenn die Demokratisierung weit genug fortgeschritten ist, dann endet sie im kommunistischen Zwangsstaat.“ Das Projekt hat schon den latenten Hang zur Demokratisierung. [zurück]
  4. Hier nachzulesen.[zurück]
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http://antifahorgau.blogsport.de/2009/11/25/kommentar-zur-morgigen-jugendversammlung/feed/
Uni Augsburg brennt – Demo am Freitag!!! http://antifahorgau.blogsport.de/2009/11/18/uni-augsburg-brennt-demo-am-freitag/ http://antifahorgau.blogsport.de/2009/11/18/uni-augsburg-brennt-demo-am-freitag/#comments Wed, 18 Nov 2009 19:51:15 +0000 Bärbel Allgemein Aktuelles Lokales http://antifahorgau.blogsport.de/2009/11/18/uni-augsburg-brennt-demo-am-freitag/

Am Dienstag, dem 17.11.2009 besetzten rund 500 StudentInnen den HS 1 der Universität Augsburg und halten ihn bis dato unter ihrer Kontrolle. Der Besetzung voran ging eine Schülerdemonstration mit über 1000 TeilnehmeInnen, die im Rahmen des „Bundesweiten Bildungsstreiks“ gegen das gegenwärtige Schulsystem protestierten. Die Studentenschaft, unter der sich auch einige SchülerInnen befinden, scheint äußerst organisiert zu sein und dürfte in der Lage sein, die Besetzung noch einige Zeit aufrecht zu erhalten. Gedultet ist diese von Seiten der Unileitung bis Freitag; ein Nachgeben der BesetzerInnen dürfte jedoch auf unbestimmte Zeit nicht abzusehen sein.

Am Freitag, dem 20.11.2009 ist um 13:30 Uhr eine spontane Schülerdemonstration am Königsplatz geplant, die gegen die andauernde Repression von Seiten der Schulleitungen gerichtet ist und sowohl ihre Solidarität mit den besetzenden StudentInnen bekunden will, als auch ihre Forderungen, die schon dienstags postuliert worden sind, unterstreichen.

Die Antifa Horgau erklärt sich absolut solidarisch mit den aktiven SchülerInnen und StudentInnen und unterstützt ihre Forderungen, wobei die von Letzteren noch nicht endgültig verabschiedet wurden. Miermit ist am morgigen Abend zu rechnen. Allerdings sollte bei dem Protest eine radikale Kritik der verusachenden Faktoren der Bildungsmisere, sprich die kapitalistische Gesellschaft nicht zu kurz kommen. Bildung lässt sich nicht erst seit dem Bologna-Prozess oder nach Einführung des achtjährigen Gymnasiums als durch die allgegenwärtige Ökonomisierung bestimmt ausmachen. Das humboldsche Bildungsideal, das eine Bildung, die auf gesellschaftliche Zweckgebung fixiert ist, negiert, wurde noch nie wahrgemacht und wird bei den derzeitigen Verhältnissen auch nicht wahrgemacht werden können!1

Es wäre zu wünschen, dass sich so viele Menschen wie möglich, ob Studierende, SchülerInnen oder Anderweitige mit dem Protest solidarisieren und den Hörsaal 1 der Uni Augsburg aufsuchen.

Die ständig aktualisierte Webpräsenz der Besetzung findet sich hier.
Der aktuelle Tweed kann hier verfolgt werden.

  1. Hierzu hat sich auch die Frankfurtergruppe „NeocommunistInnen“ durch einem kritischen Beitrag geäußert. Diesen gibt es in schriflicher Form als auch lobenswerterweise in audiovisioeller .[zurück]
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Kreuzverhör http://antifahorgau.blogsport.de/2009/11/09/kreuzverhoer/ http://antifahorgau.blogsport.de/2009/11/09/kreuzverhoer/#comments Mon, 09 Nov 2009 21:54:38 +0000 Bärbel Allgemein Unterhaltung Rechtes Dies und das http://antifahorgau.blogsport.de/2009/11/09/kreuzverhoer/

Ein kleiner Auszug aus der fabelhaften Seite kreuz.net, in der reaktionäre Gesinnungen aller Art ihr Tummelplätzchen gefunden haben:

Die Talmudisten

Haben sie sich geändert? Seit dem unglaublichen Fall am Kalb ?
Sind sie besser geworden? Nach den Morden an Gottes Gesandten?
Haben sie gelernt? Aus den Strafen der Jahrtausende?
Nein
Sind sie jetzt barmherziger? Nach dem Völkermord in Palästina?
Lügen sie weniger? Über ihre eigene Geschichte?
Drohen sie heute weniger? Denen die über ihre Gräuel sprechen?
Nein
Planen sie nun besseres? Als die Herrschaft der „Auserwählten“?
Haben sie aufgehört? Land zu stehlen?
Haben sie ihren Hochmut, ihre Bosheit, ihre Habgier und vor allem ihren Neid verloren?
Nein
Blut und Boden ist ihre Religion geblieben und sie werden nicht glauben, niemals.
Die Friedhofssekte deren Nahrung der Leichenberg ist, verflucht ist sie bis an das Ende der Zeit!
Jesus hat diese Verfluchten besiegt. Die Lügen- und Hasspropaganda der Talmudisten funktioniert nur durch den Nebel der Angst, den sie im Schatten der errichteten Kreuze produzieren. Wir müssen ihn entschleiern und das Licht der Wahrheit auf die Täter lenken, denn der nächste Weltkrieg, den sie vorbereiten ist ein Atomkrieg.

Der nette Zeitgenosse und Verfasser dieser Zeilen hat auch noch weiters im antisemitischen Repertoire:

der vatikan ist auch kein sicherer ort für den papst, denn da wimmelt es nur so von den spionen und attentätern der zionisten.der papst ist praktisch umzingelt.
ich glaube er hat ein geschäft gemacht mit der talmudistischen tempelwache.

Zum Schluss noch etwas Aufklärungsarbeit, die ein anderer User auf dieser hervorragenden Seite leistet:

Im Übrigen sind auch die meisten Österreicher „Volksdeutsche“, ob sie das nun kapieren oder nicht.

Nun denn, gehabt euch wohl, Brüder und Schwestern im Glauben. Oder um es ein letztes mal mit den Worten eines wirklich Gläubigen zu sagen:

Wir sind verpflichtet zum Widerstand im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen

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Zur naßen, kalten Jahreszeit http://antifahorgau.blogsport.de/2009/11/02/zur-nassen-kalten-jahreszeit/ http://antifahorgau.blogsport.de/2009/11/02/zur-nassen-kalten-jahreszeit/#comments Mon, 02 Nov 2009 19:31:01 +0000 Bärbel Allgemein Aktuelles Kritik Grundsätze aus der Linken aus der großen weiten Welt http://antifahorgau.blogsport.de/2009/11/02/zur-nassen-kalten-jahreszeit/

Sobald die erste Schneeflocke fällt und sich das Thermometer in ungemütliche Tiefen bewegt, wird man nicht umhin kommen ein seltsames Phänomen zu beobachten. In den kalten Monaten des Jahres sprießt das sog. „Palituch“ in mannigfacher Zahl aus dem Boden und bevölkert nunmehr die deutschen Einkaufsstraßen und Schulhöfe. Dieses Kleidungsstück, das sicherlich einige praktische Vorteile in Sachen Kälteschutz für sich beanspruchen kann, scheint zudem noch das ultimative Accessoire zu sein, da jedermann/frau sich damit stilsicher in modischen Sphären bewegt.
Doch es stellt sich die Frage, ob sich der/die modisch versierte Träger/in auch der politischen Aussage dieses Halstuchs bewusst ist. Weiß das 14-jährige, in Sachen Mode noch in der experimentellen Phase steckende Mädchen, dass sie ihre Vorliebe im Frostschutz mit diversen Neonazis und islamistischen Extremisten teilt? Hiermit soll nun eine kleine Geschichte des „Palituchs“ erfolgen, das dessen historischen Kontext und die heutige politische Tragweite näher erläutern soll.

Dem Palästinensertuch, ursprünglich zum Sonnenschutz in den arabischen Ländern weit verbreitet, kam vor allem seit 1936 eine außerordentliche politische Schlagkraft zu. In diesem Zeitraum galt das Tuch als Sinnbild der profaschistischen Bewegung in den arabischen Ländern, angeführt und politisch repräsentiert durch den Großmufti von Jerusalem, Amin al-Husseini. Dieser geistige und politische Würdenträger hatte einen ausgesprochenen Fable für das nationalsozialistische Deutschland, ebenso wie für den eliminatorischen Antisemitismus. Dies erklärt, warum al-Husseini ab 1941 unter persönlicher Einladung Adolf Hitlers in Berlin lebte und dort als Mitglied der SS für die Ausbildung muslimischer SS-Einheiten auf dem Balkan zuständig war. Mit seinem Aufruf „Ich erkläre einen heiligen Krieg, meine Brüder im Islam! Tötet die Juden! Tötet sie alle!“ rief er seine muslimischen Mitbrüder zum Kampf gegen die Juden auf, die teilweise an grausamen Pogromen leiden mussten. Diese Glaubensgenossen wurden gerade durch die Kaffiyah, wie das Palituch eigentlich genannt wird, auf den antisemitischen Krieg und den Kampf gegen die Moderne eingeschworen. Jeder Araber hatte seine westliche Kopfbedeckung abzulegen und mit dem Tuch wurde auch die Frau in den Schleier gehüllt. „Die Araber Palästinas müssen […] die nationale Kaffiyah tragen. Diejenigen, die […] darauf beharren, den Tarbusch (westl. Hut; d. Verf.) zu tragen, werden wir als unsere Feinde betrachten.“ verlauteten damalige Anordnungen. Sollte aber ein Araber ohne Tuch, eine Frau ohne Schleier erwischt worden sein, drohten ihnen drakonische Strafen, die von Peitschenhieben bis hin zum Tod reichten.

Es mag ein zynischer Zufall der Geschichte sein, dass gerade ein entfernter Verwandter und extremer Apologet al-Husseinis die mörderische Geschichte des Palituchs weiterführte. Yasser Arafat, Anführer der antizionistischen PLO führte unter dem Banner der Kaffiyah den Kampf seines Mentors weiter, nun jedoch gegen den organisierten Judenstaat. Gerade in Deutschland fand das Tuch als Symbol des Widerstands gegen den „Aggressor“ Israel reißenden Absatz und ward nun in allen linksalternativen Kreisen gern gesehen. Vom Anti-Atomkraft-Aktivisten bis zur Friedensmarsch-Initiatorin; alle wollten Teil der antizionistischen Bewegung sein, unter ihrer mörderischen Leitfigur Arafat.
Dies ist wohl auch der Grund, warum das Palituch auch heute noch solch einen reißenden Absatz findet. Ein gewisses Moment von Aufsässigkeit, von Rebellion wird mit ihm assoziiert, was gerade das Selbstverständnis der pubertierenden Jugend ausdrückt. Dass das Tuch aber eben nicht für Individualität und ein selbstbestimmtes Leben steht und sich stattdessen gegen die westliche Moderne, also auch gegen die libertäre Freizügikeit, die von Jugendlichen so sehr geschätzt wird, wendet, hat die Vergangenheit hinreichend bewiesen.

Heutzutage werden die antiwestlichen und antisemitischen Überzeugungen von jungen Neonazis wieder aufgegriffen, die in den letzten Jahren ebenfalls das gemusterte Baumwolltuch für sich entdeckt haben. Ganze Naziaufmärsche werden von einem schwarz-weißen Meer getragen und der Einzelne geht in der Masse von Kaffiyah – Trägern unter. In den arabischen Ländern gesellt sich noch das grüne Djihad – Tuch dazu und mit diesen beiden Symbolen des „Widerstands“ wird zur Vernichtung der gesamten Judenheit aufgerufen.

Nach dieser Ausführung sollte sich der/die geneigte Leser/in und potentieller Freund des Palituchs fragen, ob dieses Modeaccessoire wirklich seiner Grundüberzeugung eines freien und selbstbestimmten Lebens entspricht. An diesem weißen Stück Stoff klebt zu viel Blut um eine unbedarfte Handhabung zu erlauben. Es steht für Judenhass, Frauenunterdrückung und eine besonders eklige Form völkischen Denkens. Dem kalten europäischen Winter dürfte noch mit anderen, weitaus ästhetischeren Kleidungsstücken begegnet werden.

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Die Dekonstruktion der ganzen Stadt http://antifahorgau.blogsport.de/2009/10/20/die-dekonstruktion-der-ganzen-stadt/ http://antifahorgau.blogsport.de/2009/10/20/die-dekonstruktion-der-ganzen-stadt/#comments Tue, 20 Oct 2009 19:09:52 +0000 Bärbel Allgemein Kritik Grundsätze Argumente gegen die Utopie aus der Linken http://antifahorgau.blogsport.de/2009/10/20/die-dekonstruktion-der-ganzen-stadt/

Für junge und alte Antifaschistinnen gibt es zahlreiche Gründe, an autonomen Events teilzunehmen. Demonstrationen, die für sich in Anspruch nehmen, den Kapitalismus und dessen Gier zu entblößen, oder Aktionen gegen Aufmärsche politischer Gegner, seien es fundamentale Christengruppen oder das rechtsradikale Lager, haben eben eine gewisse Faszination für sich. Dort kann autonomer alte Demobekanntschaften pflegen (manchmal auch als Vernetzung bezeichnet) und den immer gleichen Inhalten, die immerhin den 0ffiziellen Grund für das Spektakel darstellen, lauschen. Redebeiträge werden oftmals jedoch als langweilig und viel zu langwierig empfunden, da sie im Grunde nur noch einmal den Text des Flyer repetieren. Den breiten schwarz gekleideten Massen geht es wohl vor allem um eines, den großen „Fetz“.

Warum sollte man auch einen Tag des Wochenendes opfern ohne einen adäquaten Ersatz für das versäumte Ausschlafen nach einer anstrengenden Arbeitswoche bekommen? Auch ein autonomer Mensch muss sich schließlich reproduzieren.
Dass in der autonomen Linken dem Wort „Spaß“ eine ganz neue Bedeutung zukommt, wird wohl spätesten seit der Heiligendammberichterstattung bekannt sein. Denn Spaß heißt weder das gemeinsame Absingen der „Internationalen“ in proletarischen Chören, noch das militärische Aufmarschieren innerhalb des schwarzen Blockes, untermalt mit diversen Parolen1; das Mehren von Wissen in anregender Diskussion gänzlich ausgeschlossen. Das ganze Augenmerk wird auf unpolitische Krawalle beziehungsweise „Riots“, wie der/die Autonome von heute diese tauft, gelegt. Diese dienen aber eher zum Ausdruck einer nicht genau definierten Wut auf den „Kapitalismus“, eben das herrschende System, was an allem die Schuld tragen soll. Dieses Verhalten verwundert kaum, da die meisten Autonomen eben noch postpubertäre männliche Schüler sind, die an einer produktiven Auseinandersetzung mit diesem System, beispielsweise durch Lektüre, recht wenig interessiert sind.

Inwieweit können solche Krawalle, die eben nicht nur in einem „politischen“ Kontext entstehen, sondern auch nach einer Fußballpartie durch meist unpolitische, aber in Sachen Zerstörungswut dem schwarzen Block in nichts nachstehende Hooligans initiiert werden, überhaupt zu einer Systemkritik beitragen?
Hierzu habe ich einen Vergleich zwischen Riots während eines Fußballspiels des AC Turin

und den 1. Mai Krawallen aus Berlin angestellt.4

Zum einen ist es definitiv richtig, dass autonome Ausschreitungen auf eine sehr bildliche, direkte Weise den Kapitalismus zerstören. Fensterscheiben von Geschäften werden eingeworfen, „Bonzenautos“ angezündet und die Bepflasterung von großen Plätzen und Straßen wird abgebaut. Die ganze moderne kapitalistische Stadt, überspitzt das Paradebespiel für Civilisation, die erst durch die Entwicklung der kapitalistischen Produktionsweise entstand, wird dekonstruiert. In gewisser Maßen ein konsequenter Aktionismus der antikapitalistischen, autonomen Szene, die das System auf Kosten des Fortschritts negiert.
Die große Frage, wie ein „cooler“ autonomer Lifestyle mit Sambas und Designersonnenbrille ohne Geschäfte und die globalisierte, kapitalistische Welt möglich wäre stellt sich natürlich keiner, da wir alle Teil dieses Systems und keiner den Gestzmäßigkeiten des Kapitalismus entkommen kann. Lieber will autonomer die Staatsmacht, die in diesem Fall von der Institution „Polizei“ verkörpert wird, attackieren. Da gegen das USK und ähnliche Sonderkommandos, welche natürlich die härteste Demonstrationseinsatztruppe Europas darstellen, kein gewaltsamer Widerstand möglich ist, bewirft man die Polizistinnen mit allem was autonomer in einer Großstadt an losen Gegenständen vorfindet. “ […] Bullen sind Schweine. Wir sagen, der Typ in Uniform ist ein Schwein, kein Mensch. Und so haben wir uns mit ihnen auseinander zusetzen […] natürlich kann geschossen werden.“, wusste schon Ulrike Meinhof zu sagen (da Polizistinnen meistens sehr gut gepanzert sind, wird in der autonomen Wut auch gerne mal auf die Fahrzeuge der Staatsmacht ausgewichen).
Natürlich hinterfragt kein/e Autonome/r dabei, was passieren würde, wenn keine „Bullenschweine“ anwesend wären. Welche Barbarei dies bedeuten würde, vor allem in Gegenden, in denen die nationalen Kräfte den linksradikalen überlegen sind, kann ich jeder vorstellen. Nicht nur die Geschäfte und Autos Dritter wären dann in Gefahr, auch das Wohl der Demonstrantinnen. Dies soll nicht bedeuten, dass eine Kritik an den Aktionen der Polizei grundsätzlich falsch ist, denn Polizeigewalt produziert nun mal stets autonome Gegenreaktionen oder umgekehrt, usw..

In einer Straßenschlacht zwischen Anhängerinnen des nationalen Widerstand und des linken Pendant wären die Akteure zufälligerweise optisch nicht mehr zu unterscheiden. Es wäre ein pechschwarzes Farbenmeer in dem politische Unterschiede gänzlich verschwimmen würden. Spätestens der neue rechte Lifestyle und das Auftreten der AN–Bewegung sollte der Linken ein Wink mit dem Zaunpfahl sein, auch wenn die Nazis womöglich nur „alles nachmachen“ (als stehe das Kopieren der linken Autonomie im Vordergrund und nicht der praktische Nutzen der Erscheinung im schwarzen Block).
Die ausbleibende Emanzipation vom Black-Block Style, der in der Bevölkerung mittlerweile primär mit Schrecken und Angst assoziiert wird als mit einem paradiesischen Communismus oder wenigstens Antifaschismus, ist ein weitere Zeugnis von der offensichtlichen Unfähigkeit der radikalen Linke sich zu reflektieren. Ernsthafte Theoriearbeit kommt bei den Volksmassen im Gegensatz zu Gewaltauschreitungen sowieso nicht mehr an. Hauptsache eine Medienpräsenz der Linken, auf welche Weise auch immer, soll stattfinden, damit Autonomie im Tagesgespräch bleibt, 2. Die Präsenz in den bürgerlichen Medien gibt ein Gefühlt der Macht über das veränstigte Volk; eine sadistische, für pubertierende Jungs zumal auch angenehme Erfahrung.
Eine solche autonome Linke ist jedoch überflüssig. Sie scheint nicht besonders politisch zu sein, da sie Hooligans in derGewaltbereitschaft gleicht und auch sonstigen zerstörungswütigen, auch apolitischen Jugendkulturen in nichts nachsteht. Auch bringt sie es nicht zustande, eine fundierte Kapitalismus- oder wenigstens Geselschaftskritik zu äußern. Statt dessen bietet sie eine Basis für seltsame Ausgeburten linker Ideologien, wie (tendeziell) antisemitischen Verschwörungstendenzen oder Solidarität mit völkischen Befreiungsbewegungen. Diese sind auch bezeichnend für den nationalen Widerstand, was wiederum einen Lagerwechsel erleichtern. Wo liegt der Unterschied zwischen Antifa und AN, der die Anwesenheit beider Bewegungen begründet, wenn doch beide die gleichen Feinde haben und die selbe Praixs, gegen diese vorzugehen?
Diese Frage sollten sich einige Aktivistinnen des antifaschisitschen Spektrum langsam stellen.

  1. Mittlerweile werden immer häufiger am Rand von Demonstrationen Parolenflyer herumgegeben, wahrscheinlich um das Problem der fehlenden Vielfalt so zu lösen. In Regensburg am 3.10.2009 waren die orginellen Sprüche unter anderem „No Border, No Nation – Stop Deportation“, „Nazis vertreiben Flüchtlinge bleiben“ oder „Auf den Standort Ort Deutschland scheißen – Nazis in die Donau schmeißen“, zwar mögen die Inhalte richtig sein, aber erstens sind sie in dieser Form überflüssig, da zusammenhangslos im Durcheinander der Parolen in einem Demonstrationszug und zweitens stilistisch einfach schlecht. Sie werden nur übertroffen durch den Höhepunkt miserabler autonomer Lyrik „Schießt den Nazis in die Hoden – deutsches Blut auf deutschem Boden!“ [zurück]
  2. Wie diese aussieht, will ich an anhand eines Artikels in iner großen deutschen Tageszeitung aufzeigen.
  3. Ich hoffe jedem es bewusst, dass es wahe Ausschreitungen sowieso nur in Südkorea gibt, sollte jedem bekannt sein: [zurück]
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Der ewige Böse http://antifahorgau.blogsport.de/2009/10/14/der-ewige-boese/ http://antifahorgau.blogsport.de/2009/10/14/der-ewige-boese/#comments Wed, 14 Oct 2009 18:29:54 +0000 Bärbel Allgemein Kritik Lokales aus der großen weiten Welt http://antifahorgau.blogsport.de/2009/10/14/der-ewige-boese/

Am Montag, dem 12.10.2009 rief die Sektion Augsburg von Amnesty International zu einem Vortrag des Menschenrechtsaktivisten und israelischen Anwalts Daniel Shenhar auf. Shenhar arbeitet für die NGO „HaMoked“ und befasst sich mit den Zuständen des israelischen Justizwesens.
Vor einer Auseinandersetzung mit dem Vortrag sollte zunächst die verantwortliche Organisation „HaMoked“ einer ausgiebigen Betrachtung unterzogen werden. Die Menschenrechtsorganisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, menschenrechtliche Verstöße der Israelis ihrer Kritik zu unterziehen und palästinensischen Opfern (wie weit diese Opfer ihrem Status gerecht werden, wird noch zu behandeln sein) Hilfsleistungen zukommen zu lassen. Sie sehen es als ihre Hauptaufgabe

…to assist Palestinians whose rights are violated by the Israeli authorities or as a result of Israeli policy…

.1

Finanziert wird die Organisation u.a. durch die Europäische Kommision mit 318,830 $, europäische Staaten wie die Niederlande, Deutschland oder Norwegen wenden weitere hohe Geldmittel auf, so dass „HaMoked“ im Jahr 2000 über 2,837,000 $ zur Verfügung hatte.

Wie so viele Menschenrechtsorganisationen, die den Nahostkonflikt behandeln, schreckt auch „HaMoked“ vor einer durchweg einseitigen Berichterstattung nicht zurück. Israelische Vergehen, die im Einzelnen auch sicherlich verurteilenswert sind, werden komplett dem Kontext entrissen, womit eine ausgewogene Einschätzung der politischen und rechtlichen Lage ad absurdum geführt wird. Einen besonders schwerwiegenden Fall stellt ein Report aus dem Jahre 2002 dar, in dem Israel wegen Hausräumungen, Inhaftierungen von Palästinensern und die Einschränkung der Bewegungsfreiheit angeklagt wird. Mit keinem Wort in dem 100-seitigen Bericht wird jedoch erwähnt, warum diese Maßnahmen initiiert worden sind. Nirgendwo kommt zur Sprache, dass vor den israelischen Maßnahmen eine Reihe von Terroranschlägen 420 Menschen in den Tod gerissen hat (darunter 45 Kinder) und tausende verletzte.2 Israel wird somit als alleiniger Aggressor hingestellt und seine Handlungen nicht als das verstanden, was sie sind: Reaktionen.

Daniel Shenhar antwortete auf diesen Vorfall angesprochen, dass seine Organisation gar nicht beabsichtige, ausgewogen Bericht zu erstatten, da sie sich ja nur um die palästinensischen Opfer zu kümmern habe. In Israel wisse eben jeder um die eine Seite, das Schicksal der Palästinenser werde aber kaum wahrgenommen.
Was für Israel vielleicht gelten mag kann nicht exemplarisch für den Rest der Welt gelten. Sobald sich eine Organisation wie „HaMoked“ international engagiert ist sie verpflichtet, eine ausgewogene Berichterstattung zu liefern. Ihre Reporte werden weltweit rezipiert und als moralisches Argument zur Empörung gegenüber dem „unmenschlichen“ Staat Israel genutzt. Eine Institution wie die Europäische Union dürfte deshalb niemals ein Unternehmen unterstützen, das der Differenzierung des Nahostkonflikts absolut entgegenwirkt.

Mit der Ausblendung politischer Zusammenhänge will „HaMoked“ bewusst das ausländische Publikum zur pauschalen Verurteilung Israels bewegen. Bezeichnend dafür war das anfängliche Zitat Shenhars, dass „die erste Intifada über das Land einbrach und die palästinensische Bevölkerung anfing zu leiden“. Dieser an Unverfrorenheit nicht zu überbietende Ausspruch entbehrt wohl sämtliches geschichtliches Grundverständnis und verhöhnt die unzähligen Opfer. Als ob der antisemitische Blutrausch vom Himmel gefallen wäre und es keinerlei Zusammenhang zwischen palästinensischer Aggression und dem angerichteten Verbrechen gäbe, wird Israel wieder einmal als unnötig aggressiv auftretender Unheilsbringer dargestellt.
Das Argument der internationalen Übereinkünfte, ein weiteres beliebtes Mittel, um Unmut gegen Israel zu schüren, kam selbstverständlich auch zum Zuge. So besagt die Genfer Konvention, dass Bürger eines souveränen Staats nicht in einem anderen Land festgehalten und verurteilt werden dürfen. Genau das soll der jüdische Bösewicht den Palästinensern aber antun. Doch wenn schon mit internationalen Standards argumentiert wird, sollte auch eine weitere Festlegung internationaler Vereinbarungen berücksichtigt werden; sowohl die West Bank als auch der Gazastreifen waren noch nie autonomes Staatsgebiet. Somit entlarvt sich dieses Argument wie so viele als ein bloßes Instrument zur Appellierung an das moralische Gewissen.
Als Höhepunkt des Vortrags kann die Echauffierung Shenhars über die sog. Administrativhaft gegen Mitglieder einer terroristischen Vereinigung gewertet werden. Sie besagt, dass der Tatbestand, ein aktives Mitglied in Hamas, Hisbollah etc. zu sein, ausreicht, um die betreffende Person bis zu sechs Monate zu inhaftieren. Diese Tatsache löste im Publikum einen Sturm der Entrüstung aus, bei dem vergessen wird, was es denn heißt, sich in diesen Terrorgruppen zu engagieren. Es wird komplett ausgeblendet, dass Hamasaktivisten in großer Zahl schwerste Menschenrechtsverletzung, auch gegen die eigene Bevölkerung im Gazastreifen praktizieren. Eine Mitgliedschaft in Hamas ist kein Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr, sie schließt ein terroristisches und menschenverachtendes Grundmotiv notwendigerweise mit ein. Deshalb ist es aus der Sicht des israelischen Sicherheitsinteresses nicht sonderlich verwunderlich, dass Menschen, die in ihrem eliminatorischen Wahn den Staat mit Vergnügen in die Luft bomben würden von diesem Staat daran auch gehindert
werden.

In der anschließenden Diskussionsrunde, die sich aber ausschließlich auf affirmative Beiträge beschränkte, wurde noch einmal jedes Klischee über das Meinungsbild des deutschen Gutmenschentums bestätigt. So fehlte weder der unvermeidliche Nazivergleich, in dem der Shin Bet (israelischer Geheimdienst) mit der deutschen Gestapo verglichen wurde, noch gab es den Hauch eines Zweifels an der unmenschlichen Aggressionspolitik Israels. Es wurde ernsthaft gefordert, die Regierung vor ein internationales Strafgericht zu zerren, vor dem sich ansonsten nur Staaten wie der Sudan zu verantworten haben. Auch fand der Vorschlag allgemeine Zustimmung, Ehud Barack hätte wegen seiner Involvierung in den letzten Gazakrieg bei einem kürzlich abgestatteten Besuch in Großbritannien verhaftet werden sollen. Ebenso stellte Daniel Shenhar noch einmal fest, dass er ja gar kein Antisemit sein könne – er sei ja schließlich selbst Jude.

Letztendlich bot der Vortrag einen aufschlussreichen Einblick in das Verhalten einer Vielzahl von NGOs, die sich zum Nahostkonflikt äußern. Mit ihrer absolut unausgewogenen Darstellung fand sie überwältigenden Anklang bei der deutschen Hörerschaft. Sicherlich dürfen und müssen Teile des israelischen Justizapparats kritisiert und überarbeitet werden. Doch um sein Vorgehen zu verstehen, muss immer wieder in Erinnerung gerufen werden, dass sich die israelische Judikative in einem Staat befindet, der sich ständig einer extremen Gefahrensituation stellen muss. Hier sollte an das Verhalten der BRD während des Deutschen Herbst gedacht werden, das mit äußersten rechtlichen Mitteln gegen Staatszersetzende Personen und Gruppierungen vorging. Israel ist zu jederzeit mit einer weitaus intensiveren Lage konfrontiert.

  1. http://www.hamoked.org.il/pages_en.asp?page_id=1 [zurück]
  2. http://www.ngo-monitor.org/article/_hamoked_annual_report_putting_israel_on_the_stake [zurück]
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Partyspaß mit Guttenberg http://antifahorgau.blogsport.de/2009/09/26/partyspass-mit-guttenberg/ http://antifahorgau.blogsport.de/2009/09/26/partyspass-mit-guttenberg/#comments Sat, 26 Sep 2009 17:38:26 +0000 Bärbel Allgemein Aktuelles Unterhaltung Dies und das http://antifahorgau.blogsport.de/2009/09/26/partyspass-mit-guttenberg/

Wenn es morgen nach den musikalischen Fähigkeiten der Parteien ginge, würde sich die als alt und staubig verschriene CSU mit ihrem adeligen Diskjockey wohl an die Spitze katapultieren. Wer sonst als der „KrisenbewälTiger“ mit seiner jugendlichen Frische könnte die Spieltische des Casinokapitalismus umwerfen und das mittelständische deutsche Unternehmen wieder auf den Pfad des „ehrbaren Kaufmannes“ bringen?
In diesem Wahlkampf sticht einem bemerkenswerter Weiße die Kreativität der Christsozialen ins Auge; nach Partylöwen Guttenberg lässt sich auch die Junge Union nicht lumpen und geht mit dem einfallsreichen Slogan „Black is beautiful“ hausieren. Mag der/die ein oder andere Autonome deswegen auch schmollen, da seine/ihre „Autonomie“ nun gänzlich baden gegangen ist, gegen die Jungs und Mädels der JU ist eben kein Kraut gewachsen. Auch die Heteronormativität wissen sie intelligent zu verteidigen, indem sie im persönlichen Gespräch SPD-Umhängetaschen als „schwul“ diffamieren und auf ihre schwarzen Lollies hinweisen, die angeblich schon die lasziv dreinschauende JU-Schönheit auf dem Plakat im Mund gehabt haben soll.
Da hat die grüne Kontrahentin „Djane Claudia Roth“ nichts mehr zu lachen, auch wenn sie bei ihrer Show verspricht, den „Akku wieder aufzuladen“ und noch einmal gegen Schwarz-Gelb zu mobilisieren. Morgen sehen wir, ob es geklappt hat…

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Free Jerusalem http://antifahorgau.blogsport.de/2009/09/14/free-jerusalem/ http://antifahorgau.blogsport.de/2009/09/14/free-jerusalem/#comments Sun, 13 Sep 2009 23:49:56 +0000 Bärbel Allgemein Kritik aus der Linken aus der großen weiten Welt http://antifahorgau.blogsport.de/2009/09/14/free-jerusalem/

Anlässlich des antisemitischen Al-Quds-Tags, der in der gesamten islamischen Welt, aber auch auf einer Demonstration in Berlin zelebriert wurde, verfasste der frisch gegründete BAK Shalom/ LAK Bayern-Augsburg zusammen mit der Antifa Horgau ein Flugblatt, das am Vortag in Augsburgs Straßen verteilt worden ist:

Am 12.09.2009 werden sich zum wiederholten Mal Antisemiten, Islamisten und unverbesserliche Terrorsympathisanten der Hamas bzw. Hisbollah ihr internationales Stelldichein geben. Auch hier in Deutschland werden auf Kundgebungen und Demonstrationen Hetztiraden gegen den „großen Satan und seine Verbündeten“ (so die offizielle Veranstaltungsseite) zu hören sein; wer dabei gemeint ist, legen die Verantwortlichen gleich offen dar: die USA, Israel und die Herrschaftsideologie des Zionismus, der durch seinen Lobbyeinfluss das gesamte globale Finanzsystem unterminiert haben soll, werden als allumfassende Übel der Menschheit angeführt.

Der Al-Quds Tag wurde 1979 vom iranischen Revolutionsführer Ayatollah Chomeini ins Leben gerufen, um einen „Tag der Mobilisierung der Muslime“ für die „legitimen Rechte des palästinensischen Volkes“ und für die damit Hand in Hand gehende Ausrottung des Staates Israel festzusetzen. So forderte etwa der derzeitige Ayatollah Ali Khamenei sowohl 1999 als auch 2000 bei der Al-Quds Kundgebung in Teheran die „Vernichtung des zionistischen Staates“. Ausgehend von der Islamischen Republik Iran zelebrieren in der ganzen Welt Anhänger des klerikal-faschistischen Staatsislamismus diesen Tag, um die Befreiung Jerusalems zu postulieren. So werden auch dieses Jahr die Hisbollah in Beirut, die Hamas in Gaza und zahlreiche Anhänger dieser antisemitischen Terrororganisationen mit deren Emblems in Berlins Straßen für die menschenverachtende Ideologie der Islamischen Republik demonstrieren.

Gerade die aktuelle Protestbewegung im Iran zeigt auf, dass diese islamistische Ideologie im eklatanten Widerspruch zu demokratischen Errungenschaften wie der Gleichstellung der Frau, der Akzeptanz von Homosexualität und von Individualität steht. Die Bilder der grausamen Polizeipraktiken, die seit Ausrufung der Republik das Überleben des Klerus garantierten, sorgten weltweit für Schlagzeilen. Tagtäglich wird ein selbstbestimmtes Leben durch die Sittenwächter, den Basij-Milizen und den Revolutionswächtern verweigert, tagtäglich werden Vergehen gegen den Islam wie z.B. die Apostasie oder andere „unsittliche“ Verhaltensweisen aufs schärfste geahndet. Nicht umsonst sprechen die iranischen Sharia-Gerichte relativ zur Bevölkerung die meisten Todesurteile weltweit aus, wobei Mädchen schon mit 9 Jahren das volle Strafmaß zu spüren bekommen!

Gerade auf höchster politischer Ebene wird diese Linie der Menschenrechtsverletzungen fortgeführt. So liegt gegen den neu einberufenen Verteidigungsminister Ahmad Vahidi ein internationaler Haftbefehl vor, da er von Interpol als Drahtzieher des Anschlags auf ein jüdisches Gemeindezentrum in Argentinien 1994 angeklagt wird, bei dem 85 Menschen getötet wurden. Neben dem Präsidenten Ahmadinedschad, der wiederholt den Holocaust leugnet und offen zur Vernichtung des Zionismus und damit des Staates Israel aufruft, vertritt nahezu die gesamte iranische Machtelite dessen Standpunkt. Der eliminatorische Antisemitismus, der seit Gründung der Republik bestand hat, zählt zur täglich propagierten Staatsdoktrin.

Nun muss die Frage gestellt werden, wie eine westliche Demokratie zu solch einem klerikal-faschistisches Regime, das erprobte und potentielle Massenmörder zu seinen obersten Staatsmännern erklärt, überhaupt normale diplomatische, geschweige denn wirtschaftliche Beziehungen aufrechterhalten kann!

Deshalb fordern wir von der Bundesregierung:

- die sofortige Unterbindung ökonomischer Beziehungen zur Islamischen Republik Iran, da durch die enge Verflechtung von politischer Elite und Wirtschaft deutsche Firmen sowohl direkt (siehe Spionagetechnik von Siemens) als auch indirekt maßgeblich an der Aufrecherhaltung des Regimes verantwortlich sind.

- die Reduzierung der diplomatischen Beziehungen von Seiten der Bundesrepublik auf ein Minimum, um den Machthabern im Iran die politische Legitimierung zu entziehen

Unterstützen Sie die Freiheitsbewegung im Iran! Zeigen Sie Gesicht gegen die antisemitische Hetze des Al-Quds-Tages!

Gegen die besagte Demonstration in Berlin, an der sog. linke Antiimperialisten und Hamasanhänger Hand in Hand aufmaschierten formierte sich zur selben Zeit eine Gegendemo, die durch den BAK Shalom und einem breiten zivilen Bündnis organisiert wurde. Bemerkenswert ist, dass von Seiten der Polizei in einem absolut ungerechtfertigten Verhalten massiv gegen die Protestierenden vorging. Alles zu den skandalösen Vorfällen hier

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Back in business http://antifahorgau.blogsport.de/2009/08/27/back-in-business/ http://antifahorgau.blogsport.de/2009/08/27/back-in-business/#comments Thu, 27 Aug 2009 14:37:19 +0000 Bärbel Allgemein http://antifahorgau.blogsport.de/2009/08/27/back-in-business/ Die letzte Sonnencremetube ist geleert, die nasse Badehose zum Trocknen aufgehängt und die Antifa Horgau macht sich frisch fröhlich auf, sich aus ihrer sommerlichen Lethargie zu erheben und die Bloggerwelt wieder mit informativen und gewohnt qualitativ hochwertigen Beiträgen zu erfreuen.
Der geneigte Leser mag sich gewundert haben, warum wir die jüngsten Ereignissen, v.a. die Protestbewegung im Iran unkommentiert belassen haben, darf sich aber sicher sein, dass wir fleißig Informationen und Einschätzungen gesammelt haben, die wir zu gegebener Zeit mit Sicherheit reflektieren und der Öffentlichkeit mitteilen werden.
Um in das Tagesgeschehen wieder einzusteigen, möchten wir mit einer kurzen Stellungnahme Jean-Paul Sartres zur Geburtsstunde Israels beginnen, in der in einer bemerkenswerten Klarheit die Legitimation des Staates formuliert wird.

„Ich habe mir zwar immer gewünscht und wünsche es noch heute, dass das Judenproblem im Rahmen einer Menschheit ohne Grenzen seine endgültige Lösung findet, aber da keine gesellschaftliche Entwicklung das Stadium der nationalen Unabhängigkeit umgehen kann, muss man sich freuen, dass ein autonomer israelischer Staat die Hoffnungen und die Kämpfe der Juden aus aller Welt legitimiert. Und da das Judenproblem ein besonders beklemmender Ausdruck der Widersprüche ist, die die zeitgenössische Gesellschaft zerreißen, muss die Gründung des palästinensischen Staates als eines der wichtigsten Ereignisse unserer heutigen Epoche angesehen werden, eines der wenigen, die einen heute die Hoffnung bewahren lassen. Für die Juden ist es die Krönung ihrer Leiden und ihres heroischen Kampfes; für uns bezeichnet es einen konkreten Fortschritt hin zu einer Menschheit, in der der Mensch die Zukunft des Menschen sein wird.“

Juni 1949

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