Archiv der Kategorie 'Unterhaltung'

Kreuzverhör

Ein kleiner Auszug aus der fabelhaften Seite kreuz.net, in der reaktionäre Gesinnungen aller Art ihr Tummelplätzchen gefunden haben:

Die Talmudisten

Haben sie sich geändert? Seit dem unglaublichen Fall am Kalb ?
Sind sie besser geworden? Nach den Morden an Gottes Gesandten?
Haben sie gelernt? Aus den Strafen der Jahrtausende?
Nein
Sind sie jetzt barmherziger? Nach dem Völkermord in Palästina?
Lügen sie weniger? Über ihre eigene Geschichte?
Drohen sie heute weniger? Denen die über ihre Gräuel sprechen?
Nein (mehr…)

Partyspaß mit Guttenberg

Wenn es morgen nach den musikalischen Fähigkeiten der Parteien ginge, würde sich die als alt und staubig verschriene CSU mit ihrem adeligen Diskjockey wohl an die Spitze katapultieren. Wer sonst als der „KrisenbewälTiger“ mit seiner jugendlichen Frische könnte die Spieltische des Casinokapitalismus umwerfen und das mittelständische deutsche Unternehmen wieder auf den Pfad des „ehrbaren Kaufmannes“ bringen? (mehr…)

Unter der Gürtellinie

Was den deutschen Beamten, fleißig wie er nun mal ist, nicht so alles beschäftigt. Sein Bestreben zur absoluten Reglementierung umfasst auch Bereiche unter der Gürtellinie, wie der folgende Gesetzestext zeigt. Mit der Gewissheit, dass auch das letzte Geschäft ordungsgemäß in die Wiegen der Bürokratie eingebettet ist, lässt es sich doch gleich doppelt so gut erledigen…

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Humor im Wahlkampf

Eine recht witzige Internetseite zur Landtagswahl hat die SPD mit stoiber-war-wenigstens-lustig.de gestaltet. Untertitel: „Wenn schon veraltete Politik, dann wenigstens mit Unterhaltungswert.“ Mit dabei die drei berühmtesten Ansprachen des ehemaligen Ministerpräsidenten: der „Problembär“, der wundersame Münchner Transrapid und Stoibers Lobrede auf den Gartenbau. Dagegen kommt nicht einmal beckstein.de an, auch wenn die Seite noch etwas umfangreicher sein könnte.

Ein Blick zurück

Wohl nichts gibt mehr Einblick in die Funktionsweise demokratischen Wahlkampfs in der Nachkriegszeit als das „youtuben“ nach alten Parteiwerbespots. Wir haben mal einige Highlights zusammengestellt.

In diesem Spot der CDU von 1957 wird ein eindeutig autoritär-technokratisches Staats- und Gesellschaftsverstädnis propagiert. Der nette Onkel Adenauer lenkt die Schalthebel der Macht, damit sich der „deutsche Michel“, der hier als positive Figur fungiert, sorglos schlafen legen kann. Gewürzt natürlich mit einer ordentlichen Prise Antisemitismuskommunismus.

Das Motiv, den politischen Gegner als „Besserwisser“ darzustellen, der den geordneten Lauf der Dinge nur stören würde und dem es an wirklicher politischer Erfahrung mangelt, kommt gerade bei der CDU/CSU im Übrigen sehr oft vor, obwohl es relativ offen antidemokratisch ist. Denn schließlich basiert eine parlamentarische Demokratie darauf, dass es eine Opposition gibt, die Alternativvorschläge zum Handeln der Regierung unterbreitet, ohne selbst an der Regierung zu sein. Die Regierung könnteimmer das „Argument“ vorbringen, dass die Opposition keine Ahnung hat, da sie ja per definitionem nicht an der Regierung beteiligt ist. Die Konsequenz aus dieser Argumentation wäre im Grunde, die Opposition abzsuchaffen, da diese die gute Ordnung ohnehin nur destruktiv stört, und nur noch Leute mit „Erfahrung“ das Land regieren zu lassen.

Im Vergleich dazu sind die Werbespots der Konkurrenz aus demselben Jahr garnicht mal so unsympathisch:

Nicht einmal sublim postfaschistisch ist hingegen das Auftreten der FDP aus derselben Zeit. Die inhaltlichen und formalen Parallelen zur Nazipropaganda sind wohl offensichtlich:

Wenigstens hat die FDP späterer Zeit auch unterhaltsameres vorzuweisen, selbst wenn man nicht mehr so genau weiß, was nun eigentlich der Unterschied zwischen Spaß- und Ernstparteien sein soll:

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Politisierung der Ästhetik

Die Augsburger Gruppe „ContraReal“ macht jetzt auch als Deutschpunkband von sich reden. ^^

Ideologiekritiker wissen’s besser

Egal ob man das immer noch sehr empfehlenswerte Aufbaustrategiespiel „Herrscher des Olymp – Zeus“ kennt oder nicht: den Machern ist darin bei der Wirtschaftssimulation ein ziemlich ulkiger Fehler unterlaufen, der mir trotz mehrjähriger Kenntnis des Spiels erst heute aufgefallen ist und einer Erwähnung allemal wert ist.
Zur kurzen Erklärung: in dem Spiel geht es darum, eine antike Polis mit Militär, Häusern, Tempeln, etc. aufzubauen. Um Arbeiter für seine Wirtschaft zu kriegen, muss man erst Wohnsiedlungen errichten, in denen die Leute leben und ihnen zusätzlich einen Lohn zahlen. Die Anzahl der Arbeitskräfte im Verhältnis zur ganzen Bevölkerungszahl lässt sich nun variieren. Man kann also wenn man z.B. 2500 Einwohner hat entweder 1000 oder 1200 von ihnen zur Arbeit bewegen. Das Instrument dazu ist die Lohnhöhe. Erhöht man den Lohn, wächst die Anzahl der relativ zur Gesamtbevölkerung beschäftigten. Soweit so gut, das sind die Rahmenbedingungen die das Spiel vorgibt und die man nicht ändern kann. Man kann sich jedoch trotzdem fragen warum das überhaupt so ist.

Die Überlegung der Macher muss in etwa folgende gewesen sein1: wenn die Löhne steigen wird der Anreiz, zu arbeiten größer und mehr Leute tun’s. Dieser Gedankengang wirkt auf den ersten Blick logisch – es ist ja rational, erst anfangen zu arbeiten, wenn die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung einigermaßen tauglich sind. Vorausgesetzt, die Arbeitslosigkeit wäre ein reines Motivationsproblem, könnte man sie dann ganz einfach beheben, indem man die Löhne ansteigen lässt.
Paradoxerweise sieht es in der Realität allerdings genau andersherum aus: gäbe es eine direkte Planwirtschaft wie in „Herrscher des Olymp – Zeus“ müsste der Staat die Löhne senken und nicht erhöhen, um mehr Leute zum arbeiten zu bewegen. Denn wenn die Löhne hoch sind, muss in einem 5-Personenhaushalt z.B. nur einer arbeiten gehen. Sinken sie aber, müssen, um den Lebensstandard zu halten, irgendwann mehr Personen arbeiten. Die Wirtschaft funktioniert eben in erster Linie mit Zwängen und nicht mehr Anreizen, auch wenn es im Computerspiel anders erscheint.

Aber in der kleinen, feinen Welt von „Herrscher des Olymp – Zeus“ gibt es noch ganz andere Ungereimtheiten. So sind z.B. ab einem gewissen Entwicklunsgrad der Stadt die Steuereinnahmen stets höher als die Ausgaben für die Löhne. Die Bürger zahlen also mehr Steuern, als sie Geld bekommen und sind trotzdem mega zufrieden mit der Stadt. Das ist doch mal „Frag nicht, was der Staat für dich tun kann, sondern was du für den Staat tun kannst“ in Reinstform! Wieso können die Leute in der Realität nicht auch so selbstlos sein!

  1. Von die Spielbalance betreffenden Überlegungen wird an dieser Stelle abgesehen, sondern so getan, als wäre es das primäre Ziel eines Aufbaustrategiespiels, eine glaubwürdige Wirtschaft zu simulieren. [zurück]

Leitkultur?

Für deutsche Fans des Superstars: madonna.de.

Kritische Reporter decken auf

So harmlos präsentiert sich die Lustige-Mützen-Garde des Buckingham-Palasts nach außen:

(Gut ist auch dieses Video, das man leider nicht direkt posten kann.)

Doch hinter den Kulissen erklingen ganz andere Töne:

Welche Allegorie auf unser gesellschaftliches Gesamtsystem!

Schwarz-Rot-Gold im deutschen Liedgut

Seit zwei Jahrhunderten bedienten sich kreative Köpfe der jeweiligen Sprache ihrer Zeit, um dem anscheinend zeitlosen Gefühl ihrer tiefen emotionalen Bindung an die heimatliche Scholle Ausdruck zu verleihen. Einige Beispiele aus dem Bereich der Liedtexterei:

Schwarz-Rot-Gold sind meine Landesfarben,
dunkler Nacht folgt gold’nes Morgenrot.
Für Alldeutschland Waldecks Söhne starben,
deutsche Treu’ bewahrend bis zum Tod.

(aus dem Lied „Mein Waldeck“, frühes 19. Jh.)

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Die Weltverschwörung tagt in der Kongresshalle

Natürlich hat sie sich geschickt unter dem Label „Rational“ getarnt. Doch wir wissen, dass ihre Rationalität Lüge ist!

Der ultimative Beweis für das konspirative Treiben der führenden Köpfe aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaft, Medien und Militär – zugezogene Vorhänge:

Die „rationale“ Weltverschwörung bekämpfen – Kampf den lichtscheuen Kreaturen!

Augsburg ist Schilda

Eine Treppe, die nicht nur strunzhässlich führt, sondern auch ins Nichts führt? Sowas gibts tatsächlich nur in Schilda – oder in Augsburg.
Ansichten vom Fünffingerlesturm am Stadtgraben.




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Einer für Diesel, Diesel für alle

Der Lokalpatriotismus steht derzeit hoch im Kurs in Ausgburg. Spätestens, seitdem der FCA in die 2. Bundesliga aufstieg, rennt man jeden zweiten Samstag ins Stadion, das Werbelabel „Friedensstadt“ wirbt um leichtgläubige Kundschaft und zahlreiche Jubiläen verweisen auf die historische Bedeutung unserer Metropole. Man denke nur an die Bertold-Brecht-Festivals, die Zarensilber-Ausstellung oder ein neuerliches Kuriosum vor Heimatstolz nur so triefender Erinnerungskultur: die in zahlreichen Kneipen kostenlos ausliegende „Jubiläumsschrift“ „Augsburg feiert – 150 Jahre Rudolf Diesel“.

Wer denkt, er würde in diesem Heft interessante Fakten rund um den berühmten Erfinder des Dieselmotors erfahren, der sollte von ihm lieber die Finger lassen. Denn höchstens ein Zehntel der zahlreichen Beiträge handeln von Rudolf Diesel selbst. Das wird schon im noch von Paul Wengert (wahrscheinlich eine seiner letzten Amtshandlungen) verfassten Vorwort deutlich. Dort heißt es: „Rudolf Diesels 150. Geburtstag zu feiern, ist für Augsburg gleichermaßen eine Pflicht wie eine Ehre. Vor allem aber ist es eine Chance für die Standortwerbung.“ Und später: „Rudolf Diesel hat in seinem Motor die Welt bewegt – in seinem Jubiläumsjahr ist er Motor für Augsburg.“ Was diese Sätze konkret bedeuten, kann man im Verlauf des Hefts mühelos feststellen. Es ist keine informative Broschüre über Diesels Leben und Werk, sondern schlichtweg eine Werbeschrift für die tolle Stadt, also den „Standort“ Augsburg und in ihr beheimatete Institutionen und Betriebe. Der Erfinder Diesel wird in eine „Erfolgsstory“ eingeordnet, die bis auf den heutigen Tag fortdauert und an der alle in Augsburg lebenden Menschen, ob sie wollen (Wengert wohl selbst) oder nicht (Bertold Brecht) einen Anteil gehabt hätten und haben. Ähnliches kennt man ja von diversen Jubiläumstagen: eigentlich war alles, was in der Vergangenheit geschah, irgendwie toll und trug alles zum Triumph des Fortschritts bei – sei es dem der Menschheit, Europas, Deutschlands, Augsburgs oder Horgaus. Oder man kann – wenn es garnicht mehr anders geht – aus negativen Ereignissen der Vergangenheit zumindest verwertbare Lehren für die Gegenwart ziehen (Flucht, Krieg, Vertreibung etc.). (mehr…)

Alternativvorschläge für den 2.3.

Wie angekündigt, wollen wir es anlässlich des bevorstehenden Wahltermins nicht bei einer rein destruktiven Kritik, wie uns immer vorgeworfen wird, belassen, sondern konstruktive Vorschläge machen, wie man diesen Tag auch ohne wählen zu gehen verbringen kann. Diese Vorschläge haben natürlich keinerlei Verbindlichkeit, sondern sollen nur Anregungen darstellen – zwingen wollen wir schließlich niemanden zu was.

Der Favorit ist natürlich, zur Wahl zu gehen, ohne zu wählen, sprich, durch einen kreativen Einfall einen ungültigen Stimmzettel abzugeben. Denken Sie dabei auch an die armen WahlhelferInnen, die den ganzen lieben Nachmittag im Wahllokal hocken und Kreuzchen auswerten müssen. Da kann eine witzige Karikatur schon eine deutliche Erleichterung sein. Aber auch ein schönes Gedicht oder ein einfallsreicher philosophischer Aphorismus kann Wunder wirken.
Wichtig ist hierfür natürlich auch eine angemessene Kleidung. Zu einem solch wichtigen Anlass wie den Wahlen sollte man nicht in Jogginghose oder Jeans auftauchen. Anzug und Krawatte für den Herren, ein hübsches Sonntagskleid für die Dame müssen schon sein. Allein die Auswahl einer möglichst angemessenen Garderobe kann den Vormittag schon zu einem intensiven Erlebnis machen. Falls Sie sich keinen edlen Zwirn leisten können, können Sie auch das Gegenteil machen, und einfach möglichst verlumpt erscheinen. So werden auch die sozialen Gegensätze des Ortes in neuer Art erfahrbar gemacht. (mehr…)

Eine Rede

Dies ist die ungekürzte Fassung der fulminanten Rede, die unser Sprecher Gryphius Importans am 3.1. anlässlich der Feier zu unserem offiziellen Wahlkampfauftakt hielt. Die versammelte Anhängerschaft der Antifa Horgau jubelte ihm zu und feierte ihn als Nachwuchslokalpolitiker Nr. 1 in der Region. In einem anschließenden Interview zeigte er sich ob des anstehenden Wahlkampfs, der „hart aber fair“ geführt werden würde, optimistisch, auch wenn die Antifa Horgau nicht im eigentlichen Sinne bei den Gemeinderatswahlen 2.3. antreten wird1. Die Umfragetendenz sei dabei garnicht mal so schlecht. Auf die Frage „Würden Sie die Antifa Horgau wählen, wenn Sie zur Gemeideratswahl antreten würde?“ antworteten laut Importans bei einer Blitzumfrage am 2.1. 100% mehr Befragte als am 1.1. mit „Ja“. Importans dazu: „Wenn sich diese Tendenz bis zu den nächsten Gemeinderatswahlen im Jahr 2013 fortsetzen würde, hätten wir sehr gute Chancen, gegen Hafner und seine Allparteienkoalition erfolgreich kandidieren zu können.“
Doch wichtiger noch als der messbare Stimmanteil sei die gefühlte Stimmung. „Ich war nie ein Freund von Statistiken, für mich bin ich der Bürgermeister der Herzen. Das zeigt sich immer wieder, wenn ich mit Menschen spreche, die im offiziellen Horgau von Hafner & Co. nicht willkommen sind, z.B. den hier versammelten Menschen aus Augsburg.“

Liebe Besucherinnen und Besucher dieser Veranstaltung, liebe Mitbürgerinnen und Bürger, liebe Landsleute, meine Damen und Herren. Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter uns, ein Jahr, in dem Horgau alles in allem einen guten Schritt nach vorne getan hat, vorneweg beim Kampf gegen den Bürgerverein. (mehr…)




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