Archiv der Kategorie 'aus der Linken'

Zur naßen, kalten Jahreszeit

Sobald die erste Schneeflocke fällt und sich das Thermometer in ungemütliche Tiefen bewegt, wird man nicht umhin kommen ein seltsames Phänomen zu beobachten. In den kalten Monaten des Jahres sprießt das sog. „Palituch“ in mannigfacher Zahl aus dem Boden und bevölkert nunmehr die deutschen Einkaufsstraßen und Schulhöfe. Dieses Kleidungsstück, das sicherlich einige praktische Vorteile in Sachen Kälteschutz für sich beanspruchen kann, scheint zudem noch das ultimative Accessoire zu sein, da jedermann/frau sich damit stilsicher in modischen Sphären bewegt. (mehr…)

Die Dekonstruktion der ganzen Stadt

Für junge und alte Antifaschistinnen gibt es zahlreiche Gründe, an autonomen Events teilzunehmen. Demonstrationen, die für sich in Anspruch nehmen, den Kapitalismus und dessen Gier zu entblößen, oder Aktionen gegen Aufmärsche politischer Gegner, seien es fundamentale Christengruppen oder das rechtsradikale Lager, haben eben eine gewisse Faszination für sich. Dort kann autonomer alte Demobekanntschaften pflegen (manchmal auch als Vernetzung bezeichnet) und den immer gleichen Inhalten, die immerhin den 0ffiziellen Grund für das Spektakel darstellen, lauschen. Redebeiträge werden oftmals jedoch als langweilig und viel zu langwierig empfunden, da sie im Grunde nur noch einmal den Text des Flyer repetieren. Den breiten schwarz gekleideten Massen geht es wohl vor allem um eines, den großen „Fetz“. (mehr…)

Free Jerusalem

Anlässlich des antisemitischen Al-Quds-Tags, der in der gesamten islamischen Welt, aber auch auf einer Demonstration in Berlin zelebriert wurde, verfasste der frisch gegründete BAK Shalom/ LAK Bayern-Augsburg zusammen mit der Antifa Horgau ein Flugblatt, das am Vortag in Augsburgs Straßen verteilt worden ist: (mehr…)

Halbbildung – vom Scheitern der Bildungsidee

Flyer zum Bildungsstreik am 17.06. in Augsburg:

Wer am 17.06. gegen die derzeitigen Verhältnisse im Bildungswesen auf die Barrikaden geht, weiß um die fatalen Zustände, die, hervorgerufen durch die Bildungspolitik der letzten Jahre, das Leben von Schüler_innen und Student_innen in einem nichthinnehmbaren Maß belasten. Doch während gegen diese offensichtlichen Missstände protestiert wird, läuft die ganze Problematik des Bildungsbegriffs an sich, die Adorno in seiner „Theorie der Halbbildung“ treffend formuliert hat, Gefahr, gänzlich aus der Kritik zu fallen. (mehr…)

Judenhasser und Krawall

Ein subjektiver Erfahrungsbericht:

Die angekündigte Demonstration gegen einen Naziaufmarsch am 1. Mai in Ulm klang vorab nicht wirklich verlockend. Warum sollte mensch sich auch in der beschaulichen Donaustadt dem gewöhnlichen Trott des antifaschistischen Kampfes widmen, während in Kreuzberg oder Nürnberg zu „revolutionären“ Protesten aufgerufen wird und die Autos brennen.
Im Nachhinein stellt sich jedoch heraus, dass die Demonstration, die sich anfänglich tatsächlich nur auf die Naziaktivitäten beschränkte, erheiternder war als gedacht und dazu noch einige interessante Erfahrungen mit sich brachte. (mehr…)

ARTA geht online

Das Antifaschistische Recherche Team Augsburg ist endlich online gegangen. Die Seite artainfo.tk setzt sich zum Ziel ein Archiv über alle bedeutenden Neonazis, Nazistrukuturen und vor allem Nazivorfälle primär im Raum Augsburg und Schwaben aufzustellen und somit die BürgerInnen, sowie AntifaschistInnen aufzuklären.

Die Gruppe ARTA besteht aus einem Kreis von SympathisantInnen, InformantInnen und aktiven RecherchentInnen, die zusammen Informationen sammeln und auswerten. Hierbei ist natürlich Mitarbeit jederzeit erwünscht. Informationen könnt ihr unter dieser Emailadresse arta@pochta.ru weiterleiten, die Seite ist sicher, damit alles mit der nötigen Diskretion behandelt werden kann.

Diese Seite ist wichtiger den je, wenn man bedenkt wie die rechte Szene und im speziellen die Anzahl der „Autonomen Nationalisten“ im Raum Augsburg in kürzester Zeit zugenommen hat, und sich ihre Aktivitäten wieder mehren. Schon am 28.2. wollen sie wieder den deutsche Opfern der Bombenacht erinnern und somit Geschichtsrevisionsmus betreiben, da Rechtsradikale aus den deutsche Tätern, die deutschen Opfer machen, dazu später mehr.

Sicher lässt sich darüber streiten, ob man den „AktivistInnen“ nachschnüffeln soll, da wir als AntifaschistInnen die Überwachung bekämpfen. Dieses Problem lässt sich aber nicht abschließend klären ohne in eine Moraldiskussion zu verfallen, die schwer ist mit einem klaren Ergebnis zu beenden, da die Fronten sehr verhärtet sind. Man sollte letzenendlich den pragmatischen Nutzen hervorheben, den man durch solch ein Archivgewinnt.

Wir wünschen der Gruppe ARTA jedenfalls alles Gute und viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg!

Operation Straffreiheit

Im Rahmen der Debatte um die Schuldfrage in Bezug auf den aktuellen, inzwischen beendeten Gazakonflikt, besorgte ich mir tatsächlich eine „Junge Welt“. Der Umstand, dass die „Junge Welt“ das „Kampfblatt der Antiimperialisten ist und deshalb einseitig für Palästina, die Hamas, aber gegen Israel Position bezieht, dürfte niemanden groß überraschen. In den letzten Jahren gab es viele Aktionen, um den israelischen Imperialismus im Nahen Osten zu stoppen, wie mehrere Boykottaufrufe für israelische Produkte, die natürlich aus „völkerrechtswidrig“ Besetzen Gebieten enstammen.
In der besagten „Jungen Welt“, welche ich mir besorgte, die „Sonnabend („Junge Welt“ -Slang)/Sonntagsausgabe, ging jedoch eindeutig zu weit mit ihrer antizionistischen Hetze, der Artikel „Operation Straffreiheit“, des urugayischen Autors, Eduardo Galeano, der auch auf
blog.taz.de erschienen ist, grenzt eindeutig an Antisemitismus.
Alle kursiven Zitate, die im weiteren Artikel erscheinen, sind aus dem besagten Artikel entnommen.

Der Artikel beginnt mit einer unreflektierten Darstellung der palästinensischen Situation in Israel.
„Seit 1948 sind die Palästinenser zu einer lebenslangen würdelosen Unterwerfung verurteilt. Nicht einmal atmen dürfen sie ohne Genehmigung. Sie haben ihre Heimat verloren, ihr Land, ihr Wasser, ihre Freiheit, ihr alles.

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Die grauen Herren kommen

Als kleine Ergänzung zum vorherigen Beitrag, der sich mit der allgemeinen Kritik an den Gewerkschaften befasst, aus aktuellem Anlass eine kleine Exemplifikation dieser Kritik anhand eines Interviews, dass der IG-Metall-Chef Berthold Huber mit der taz führte und in der letzten Print-Ausgabe enthalten war. Das Interview soll dabei zerpflückt und so gewissermaßen gegen den Strich gelesen werden.

IG-Metall-Chef

Bereits die Bezeichnung Chef legt sprachlich das nahe, was die Theoretiker der Frankfurter Schule kritisch analysiert haben: die Annäherung von Gewerkschafts- und Unternehmensführung bis zur Ununterscheidbarkeit. Durch die geläufige, scheinbar selbstverständliche Verwendung desselben Substantivs zur Bezeichnung beider Seiten wird die Realität zwar korrekt ausgedrückt, zugleich wird die Kritik nicht mehr auf den Begriff gebracht und ist diesem bei Verwendung des geläufigen Jargons kaum noch zugänglich. Dass beide Führer identisch sind, scheint so einzig mögliche und vernünftige Realität – genauso wie die Identität zwischen Schweinen und Menschen am Ende von George Orwells Erzählung „Animal farm“.

Meine Vorstellung von einem guten Leben hat mit Arbeiten und Gestalten zu tun. Ich will mich dann frei entscheiden können, weiter zu lernen, mich in Verbänden oder Sozialinstitutionen zu engagieren, also: zu arbeiten.

Die Politik muss zum Beispiel die Vereinbarkeit von Familie und Beruf neu organisieren. Und es den Menschen ermöglichen, beides so zu kombinieren, dass es produktiv für die Ökonomie und die Gesellschaft ist. (mehr…)

Alles Gute kommt von oben

Unter dem Motto „Alles Gute kommt von oben“ beginnt gerade die Mobilisierung zur Antifademo am 22. Februar anlässlich des Gedenktags zur Augsburger Bombennacht am darauffolgenden Samstag. Wohlgemerkt: die Antifa, d.h. die Gruppen Contra Real und RAY1, mit Unterstützung auch von uns, rufen diesmal nicht primär zu Aktionen gegen die Nazidemo am 23. Februar auf, sondern veranstalten eine eigene Demonstration. Dies hat klare inhaltliche Gründe. Zum einen ist am 23. 2. ohnehin die ganze Stadt gegen Rechts auf der Straße, wieso da noch eine eigene Gegenveranstaltung anmelden? – zum anderen gedenkt die Stadt an diesem Tag genauso den vermeintlichen „deutschen Opfern“ wie die Nazis. Nur das Nazi-Gedenken zu kritisieren und dagegegen zu protestieren hieße zu übersehen, dass dem bürgerliche Gedenken genau dieselben fragwürdigen geschichtsrevisionistischen Thesen zu Grunde liegen. Mit der eigenen Demo am Vorabend geben wir klar zum Audruck, dass wir sowohl das bürgerliche als auch das neonazistische Gedenken kritikabel finden und uns nicht für den Bauch-Antifaschismus der Bürger vor den Karren spannen lassen, sondern inhaltlich eine klare Trennlinie zu beiden Gedenkveranstaltungen ziehen. Die Kritik am bürgerlichen Gedenken und alle weiteren Infos zur Demo sind detailliert auf der Seite allesgute.tk (Direktlink) nachzulesen.

Wer also mehr im Sinne hat, als nur gegen Nazis zu pöbeln, sondern auch seinen Unmut über die bürgerliche Variante des Geschichtsrevisionismus kundtun will, den erwarten wir am 22. Februar um 18 Uhr am Königsplatz.

  1. Radical antifacist youth [zurück]

„Den gewaltigsten Gegensatz zum Deutschen bildet…

wenn es nach Koch, Bild, FAZ, Spiegel, Augsburger Allgemeinen & Co. geht ohne Zweifel „… der Moslem“1 respektive sein kleiner Bruder, der „ausländische jugendliche Straftäter“. Da auf das Problem des gravierenden islamophoben Rassismus in diesem Lande auf dieser Seite bisher kein einziges Mal hingewiesen wurde, obwohl die aktuelle Debatte eindeutig zeigt, dass er vorhanden ist, mal ein kurzer Rundblick, was man im Internet zu dem Thema alles findet.

Neu ist die ganze Sache ja nicht. Man denke nur an diverse „Spiegel“-Titelblätter der letzten Monate zurück. Etwa das gruselige mit dem Halbmond über den Brandenburger Tor, das man wohl aus der Redaktion der „Nationalzeitung“ entwendet hat, oder der – ebenfalls mit schwarzem Hintergrund gestaltete – Titel „Der Koran – das mächtigste Buch der Welt“. Ganz davon abgesehen, dass man solch einen Titel samt dem dazugehörigen Artikel auch leicht über die Bibel schreiben könnte (auf dem Cover wäre halt eine verschleierte Nonne statt einer verschleierten Muslima, da bräuchte man nicht mal das Bild austauschen, sondern nur die Schriftzeichen auf dem aufgeklappten Buch), zeigt dies klar, welches Feindbild im heutigen Deutschland am Start ist. (mehr…)

Religionskritik

Ohne die Kritik der Religion ist eine Kritik der Gesellschaft nicht möglich, erst recht nicht der dörflichen. Daher stellen wir auf unserer Seite das Manuskript eines Vortrags, der am 26.10. in der „Ganzen Bäckerei“ gehalten wurde online und hoffen, damit wenigstens ein paar Christen, Buddhisten etc. ins Grübeln zu bringen.
Der Ankündigungstext des Vortrags war:

Wer heute noch wirkliche Kritik an der Religion übt, wird bestenfalls belächelt, schlimmstenfalls als intolerant diffamiert, da Religion ja Privatsache sei und man niemands Gefühle verletzten dürfe. Kritik an der Religion scheint höchstens noch an ihren extremen, fundamentalistischen Formen berechtigt, wobei selbst diese noch in alltoleranter, „postmoderner“ Manier als notwendiges Übel zu ertragen seien, solange sie sich an die demokratischen Spielregeln des Staates halten. So wird der Bundesrepublik Deutschland von US-amerikanischen „Menschenrechtlern“ vorgeworfen, mit ihrer mit Sanktionen gekoppelten Kontrolle der Sekte Scientology das Recht des Menschen auf Glaubensfreiheit zu verletzen, während sich deutsche Linke gerne über die angeblich islamfeindliche Politik der US-Regierung echauffieren. Alles in allem also keine guten Aussichten für die, die Religion als affirmative Ideologie an sich ablehnen und diese Ablehnung noch dazu nicht nur als persönliche Meinung, sondern als wohlbegründeten Gedankengang mit allgemeingültigem Wahrheitsanspruch verkaufen wollen. Haben diese Leute Recht? Lässt sich die moderne, sich als tolerant und menschenfreundlich präsentierende, Religion überhaupt noch so kritisieren, wie es z.B. Ludwig Feuerbach in seiner Schrift „Über das Wesen des Christentums“ im 19. Jahrhundert tat? Diese und viele weitere Fragen, die die Funktionsweise religiöser Ideologien in der und für die bürgerliche Gesellschaft betreffen, werden in dieser Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zu klären versucht werden.

Zum Download des Vortrags als pdf klicke bitte hier.

Neues communistisches Diskussionsforum

Allen, die sich digital über communistische Theorie austauschen wollen, sei dieses gerade im Entstehen befindliche, neue communistische Diskussionsforum empfohlen. Mit der Auflösung des alten „kf“ als aktive Diskussionsmöglichkeit ist eine schmerzliche Lücke entstanden, die dieses Forum vielleicht schließen kann. Schaut einfach mal vorbei und diskutiert fleißig mit.

Der Direktlink: http://comfor.uttx.net

Mittenwald/Dillingen

Der AK „Angreifbare Traditionspflege“ schickte uns diese Pressemitteilung zu ihren Demos am 25.-27.Mai:

Kundgebungen bei NS-Kriegsverbrechern am Freitag den
25.Mai 2007 in Dillingen und Ottobrunn

Schluss mit dem Pfingsttreffen der Gebirgsjäger am
26./27. Mai 2007 in Mittenwald!

Das Pfingsttreffen der Gebirgsjäger steht kurz bevor.
Wir möchten Sie über unsere umfangreichen
Gegenaktivitäten informieren.

Das Städtchen Mittenwald wird seit einiger Zeit mit den
abscheulichen Kriegsverbrechen auf Cefalonia
(Kephallonia), in Kommeno, Lingiades und Camerino in
Verbindung gebracht. Unter der Schirmherrschaft des
scheidenden Ministerpräsidenten Stoiber treffen sich
bis heute zu Pfingsten die Mörder der 4000
italienischen Gefangenen, die Mörder der über 400
Kinder, Frauen und Greise aus Kommeno und Lyngiades.
Es treffen sich die SS-Gebirgsjäger, die die
griechischen Juden zusammen getrieben und nach
Auschwitz deportiert haben.

Seit dem sog. Totenschädelkandal, bei dem sich
Mittenwalder Gebirgsjäger der Bundeswehr mit ihren
Geschlechtsteilen neben Totenschädeln ablichten
ließen, ist Mittenwald international zusätzlich
diskreditiert.

Es ist uns eine große Ehre, mit Marcella und Enzo de
Negri, die Tochter und den Sohn des auf Cefalonia von
Gebirgsjägern ermordeten Hauptmanns Cap.Francesco De
Negri bei unserer Gegenveranstaltung in Mittenwald
begrüßen zu dürfen.

Weiterhin erwarten wir den ehemaligen Partisanen Nikos
Fokas aus Cefalonia, der in der ELAS kämpfte und
italienschen Soldaten zur Flucht in die Berge verhalf.

Mit Richard Wadani (Wien), begrüßen wir einen
Widerstandskämpfer, der 1944 in Frankreich aus der
deutschen Wehrmacht desertierte und in tschechischer
Uniform als alliierter Soldat Österreich befreite.

Wir wollen mit der Einladung nach Mittenwald die
moralische Legitimität des Widerstands der
italienischen Soldaten auf Cefalonia und der
griechischen Resistenza unterstreichen und den Kampf
der griechischen Partisanen, der italienischen
Soldaten und aller anderen, die sich der Teilnahme am
Vernichtungskrieg der Wehrmacht und Waffen-SS
entzogen haben, würdigen.

. Der Weg ist das Ziel! Kundgebungen gegen die
Straflosigkeit von NS-Tätern!

Freitag 25.Mai

- Otmar Mühlhauser in Dillingen
16:00 Uhr vor Lidl Am Stadtberg 1

- Josef Scheungraber in Ottobrunn
17:00 Uhr S-Bahnhof Ottobrunn

Auftakt der Aktionen gegen das 50. Treffen der
Gebirgsjäger in Mittenwald sind Kundgebungen vor den
Häusern von ausgewählten Kriegsverbrechern.

Am Freitag, den 25. Mai 2007 werden wir um 16:00 Uhr
vor dem Haus von Othmar Mühlhauser in Dillingen an der
Donau demonstrieren. Treffpunkt ist 16:00 vor dem Lidl
am Stadtberg 1. Der heute 86-Jährige hatte am 24.
September 1943 auf Cefalonia das Kommando
gegeben, den italienischen General Antonio Gandin und
mindestens zwölf seiner Offiziere zu erschießen -
darunter auch de Negri.

Die Einstellung des Verfahrens gegen den Gebirgsjäger
Ottmar Mühlhauser wegen seiner Beteiligung an den
Massakern an 4000 entwaffneten kriegsgefangenen
italienischen Soldaten auf Kephallonia ist in der
italienischen Öffentlichkeit mit großer Empörung
aufgenommen worden. Bis heute warten die Angehörigen
der Ermordeten der Divisione Acqui auf die
Verurteilung der Mörder. Obwohl die Mörder aus den
Gebirgsjägereinheiten namentlich bekannt sind und sie
sich jedes Jahr zu Pfingsten im bayerischen Mittenwald
unter dem Schutz von Bundeswehr und Polizei treffen,
hat die deutsche Justiz ein weiteres Kapitel der
Straflosigkeit für NS-Mörder geschrieben. Mit
Niederschlagung der Mordanklage gegen den Gebirgsjäger
O. Mühlhauser aus Dillingen soll ein Schlussstrich
unter das Massaker an mehr als 4000 kriegsgefangenen
italienischen Soldaten der Divisione Acqui gezogen
werden. Das werden wir nicht hinnehmen!

Aus diesem Grund werden am 26. Mai vor das Haus von
Otmar Mühlhauser ziehen, um gegen die Straflosigkeit
der Mörder von Cefalonia/ Kephallonia zu
demonstrieren.

Danach

Die Demo ist zu Ende, zu der mehr oder (leider) weniger geplanten Blockade hat es unglücklicherweise nicht gereicht. Es ist ärgerlich, dass von der bürgerlichen Gruppierungen, die noch auf der Blockadeseite und auch bei den Reden am Martin-Luther-Platz große Töne gespuckt haben, nicht einmal ansatzweise der Versuch erfolgt ist, das, wozu sie aufgerufen haben, auch wirklich durchzuführen. Claudia Roth, Bundestagsabgeordnete von den Grünen, hat noch eine halbe Stunde vor der Veranstaltung am Martin-Luther-Platz auf persönliche Nachfrage bekräftigt, sie werde an einer Blockade teilnehmen. Sie wurde auch später nahe der Naziroute gesehen – doch auf den Gedanken, wirklich aktiv an einer Blockade mitzuwirken, ist sie anscheinend nicht getroffen. Dies scheint wohl ein Problem der Demokratie im Allgemeinen zu sein: Worte und Gesten sind wichtiger als die Taten, beim Wähler kommt es gut an, wenn man verspricht die Steuern zu senken. Ob man es dann auch wirklich macht, ist die andere Frage.
Ansonsten kann man zumindest die große Anzahl der Gegendemonstranten, sowohl Bürger als auch Antifaschisten, schon als Erfolg werten, auf dem wir aufbauen können – eine rechte Demo zum gleichen Anlass im nächsten Jahr ist derweil bereits angemeldet.

Neue Jugendantifa in Augsburg


In Augsburg wird derzeit versucht, eine neue (noch namenlose) Jugendantifa aufzubauen. Nach einem Vorbereitungstreffen, sowie einem weiteren Treffen mit äußerst positiver Resonanz findet jetzt regelmäßig im Infoladen „Die ganze Bäckerei“ jeden Mittwoch um 16.00 Uhr ein Treffen statt. Jeder aus Augsburg und Umgebung, der Interesse an antifaschistischer Aktivität hat, ist herzlich willkommen. Es ist eine Gruppe, die sich gerade im Aufbau befindet und daher in keinster Weise festgelegt.
Eine Wegbeschreibung, nähere Infos sowie das grandiose Titelblatt des Infoflyers findest du auf der Seite der „Ganzen Bäckerei“:
http://selbstverwaltetes-zentrum.tk/




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