Archiv für Mai 2007

Mittenwald/Dillingen

Der AK „Angreifbare Traditionspflege“ schickte uns diese Pressemitteilung zu ihren Demos am 25.-27.Mai:

Kundgebungen bei NS-Kriegsverbrechern am Freitag den
25.Mai 2007 in Dillingen und Ottobrunn

Schluss mit dem Pfingsttreffen der Gebirgsjäger am
26./27. Mai 2007 in Mittenwald!

Das Pfingsttreffen der Gebirgsjäger steht kurz bevor.
Wir möchten Sie über unsere umfangreichen
Gegenaktivitäten informieren.

Das Städtchen Mittenwald wird seit einiger Zeit mit den
abscheulichen Kriegsverbrechen auf Cefalonia
(Kephallonia), in Kommeno, Lingiades und Camerino in
Verbindung gebracht. Unter der Schirmherrschaft des
scheidenden Ministerpräsidenten Stoiber treffen sich
bis heute zu Pfingsten die Mörder der 4000
italienischen Gefangenen, die Mörder der über 400
Kinder, Frauen und Greise aus Kommeno und Lyngiades.
Es treffen sich die SS-Gebirgsjäger, die die
griechischen Juden zusammen getrieben und nach
Auschwitz deportiert haben.

Seit dem sog. Totenschädelkandal, bei dem sich
Mittenwalder Gebirgsjäger der Bundeswehr mit ihren
Geschlechtsteilen neben Totenschädeln ablichten
ließen, ist Mittenwald international zusätzlich
diskreditiert.

Es ist uns eine große Ehre, mit Marcella und Enzo de
Negri, die Tochter und den Sohn des auf Cefalonia von
Gebirgsjägern ermordeten Hauptmanns Cap.Francesco De
Negri bei unserer Gegenveranstaltung in Mittenwald
begrüßen zu dürfen.

Weiterhin erwarten wir den ehemaligen Partisanen Nikos
Fokas aus Cefalonia, der in der ELAS kämpfte und
italienschen Soldaten zur Flucht in die Berge verhalf.

Mit Richard Wadani (Wien), begrüßen wir einen
Widerstandskämpfer, der 1944 in Frankreich aus der
deutschen Wehrmacht desertierte und in tschechischer
Uniform als alliierter Soldat Österreich befreite.

Wir wollen mit der Einladung nach Mittenwald die
moralische Legitimität des Widerstands der
italienischen Soldaten auf Cefalonia und der
griechischen Resistenza unterstreichen und den Kampf
der griechischen Partisanen, der italienischen
Soldaten und aller anderen, die sich der Teilnahme am
Vernichtungskrieg der Wehrmacht und Waffen-SS
entzogen haben, würdigen.

. Der Weg ist das Ziel! Kundgebungen gegen die
Straflosigkeit von NS-Tätern!

Freitag 25.Mai

- Otmar Mühlhauser in Dillingen
16:00 Uhr vor Lidl Am Stadtberg 1

- Josef Scheungraber in Ottobrunn
17:00 Uhr S-Bahnhof Ottobrunn

Auftakt der Aktionen gegen das 50. Treffen der
Gebirgsjäger in Mittenwald sind Kundgebungen vor den
Häusern von ausgewählten Kriegsverbrechern.

Am Freitag, den 25. Mai 2007 werden wir um 16:00 Uhr
vor dem Haus von Othmar Mühlhauser in Dillingen an der
Donau demonstrieren. Treffpunkt ist 16:00 vor dem Lidl
am Stadtberg 1. Der heute 86-Jährige hatte am 24.
September 1943 auf Cefalonia das Kommando
gegeben, den italienischen General Antonio Gandin und
mindestens zwölf seiner Offiziere zu erschießen -
darunter auch de Negri.

Die Einstellung des Verfahrens gegen den Gebirgsjäger
Ottmar Mühlhauser wegen seiner Beteiligung an den
Massakern an 4000 entwaffneten kriegsgefangenen
italienischen Soldaten auf Kephallonia ist in der
italienischen Öffentlichkeit mit großer Empörung
aufgenommen worden. Bis heute warten die Angehörigen
der Ermordeten der Divisione Acqui auf die
Verurteilung der Mörder. Obwohl die Mörder aus den
Gebirgsjägereinheiten namentlich bekannt sind und sie
sich jedes Jahr zu Pfingsten im bayerischen Mittenwald
unter dem Schutz von Bundeswehr und Polizei treffen,
hat die deutsche Justiz ein weiteres Kapitel der
Straflosigkeit für NS-Mörder geschrieben. Mit
Niederschlagung der Mordanklage gegen den Gebirgsjäger
O. Mühlhauser aus Dillingen soll ein Schlussstrich
unter das Massaker an mehr als 4000 kriegsgefangenen
italienischen Soldaten der Divisione Acqui gezogen
werden. Das werden wir nicht hinnehmen!

Aus diesem Grund werden am 26. Mai vor das Haus von
Otmar Mühlhauser ziehen, um gegen die Straflosigkeit
der Mörder von Cefalonia/ Kephallonia zu
demonstrieren.

Unser Freund, der Verfassungsschutz

Wie einigermaßen bekannt sein dürfte, versucht der Verfassungsschutz, gewissermaßen der politische Geheimdienst des Staates, immer wieder, linke Aktivisten für sich als Informanten arbeiten zu lassen. Sicherlich kommt das nicht jeden Tag vor, aber eigentlich sollte man auf solche Anwerbeversuche keinesfalls eingehen und sie sofort öffentlich machen, denn dem Verfassungsschutz nutzen bereits kleinste Informationen, um sich ein Bild von linken Strukturen und Einzelpersonen zu machen. In diesem Sinne völlig falsch verhalten hat sich ein linker Aktivist aus Frankfurt an der Oder, der tatsächlich sechs Monate lang Kontakt zu einem Verfassungsschutzmitarbeiter hatte. Der komplette Bericht ist hier zu lesen und äußerst interessant, obwohl das Vorgehen dieses Aktivisten alles andere als vernünftig war:
der Bericht der Soligruppe Frankfurt (Oder)
Immerhin zeigt das, wie aktiv der Verfassungsschutz doch ist und dass er sich anscheinend wirklich einzelne Personen rauspickt und ihnen gezielt nachstellt. Eine tolle Institution!
(Dies erst Recht seit Einführung der so genannten „Antiterrordatei“, die die Trennung von Polizei und Geheimdiensten im Namen der „Terrorismusbekämpfung“, wovon über kurz oder lang auch linke Gruppen und Personen betroffen sein werden, einfach mal aufhebt. Näheres dazu siehe auch heise.de)




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