Archiv für November 2006

Let’s push things forward!!!

Unter diesem Motto ruft ein breites antifaschistisches Aktionsbündnis, zu dem auch die Antifa Horgau zählt, zu einer Gegendemo gegen einen Neonazimarsch unter dem Motto “Gegen Polizeiterror – Null Toleranz
gegen kriminelle Tendenzen bei Polizei und Justiz” am 2.12. in Augsburg auf. Um 10 Uhr am Theodor-Heuss-Platz gehts los, dann quer durch die Altstadt. Die uns von der Polizei gewährte Route ist eigentlich lächerlich im Vergleich zu der der Neonazis, die vom Prinzregentenplatz (nahe Hauptbahnhof) bis zum Oberhausener Bahnhof springerstiefeln dürfen – unter Schutz eben jener Polizeigewalt. Wir werden sie wenn schon nicht direkt angreifen, so doch offen auf der Straße unsere Ablehnung gegenüber solchen Treibens auf deutschen Straßen kundtun und damit hoffentlich auch Leute, die ansonsten eher weggucken dazu bringen, zu checken, in was für einer Gesellschaft wir eigentlich leben. In einer Gesellschaft, in der faschistoides Gedankengut offenbar zum common sense gehört, sowohl in Gewerkschaftskreisen als auch im Bildungsbürgertum, wie einschlägige Studien immer wieder beweisen. Diese Mitte, die die Kern jener Gesellschaft bildet, ist, wie es auch im offiziellen Aufruf des Aktionbündnisses heißt, der Ursprung, nicht nur der Nährboden solchen Denkens. Sie beweist jeden Tag aufs Neue, wie gewalttätig und irrational sie ist, und schreibt sich zur gleichen Zeit Frieden und Vernunft auf ihr Banner. Wer gegen den Faschismus kämpfen will, muss auch gegen diese Gesellschaft kämpfen, nicht wie die Bürger, die um 12 Uhr am Elias-Holl-Platz unter Führung des Augsburger Oberbürgermeisters Dr. Paul Wengert mit ihrer „Kungebung gegen Nazis und Ewiggestrige“ starten und sich „Frieden und Toleranz“ auf die schwarz-rot-goldene Fahne schreiben. Von dieser Toleranz, die ja konsequenterweise auch auf die Faschisten selbst angewendet werden muss, haben die Opfer rechter Gewalt leider herzlich wenig. Und das mit den „Ewiggestrigen“ zugleich auch all jene gemeint sind, die sich dem neuen Deutschland und seinem HartzIV-Partypatriotismus entgegenstellen, ist wohl auch klar.
Lange rede, kurzer Sinn: hockt nicht daheim rum, während offen nationalsozialistisch eingestellte Deppen ihre Meinung auf der Straße kundtun, sondern tut eure Meinung selber kund – unter dem Faschismus haben schließlich nicht nur einige Minderheiten, sondern alle zu leiden, die einfach nur ein gutes Leben führen wollen.

Neonazis, wir zeigen euch, was „keine Toleranz“ heißt! Bis zum 2.12.!

Mehr Infos und – unbedingt vorher durchlesen – ein kleines Demo-1×1 gibt es auf der Aktionsseite .
http://push-things-forward.tk/




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